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商品詳細
Identitaetsjurisprudenz im Internationalen Privatrecht : Eine migrationssoziologische Analyse von Interessenkonflikten im Internationalen Personen- und Familienrecht.
・ISBN 978-3-16-200270-9 Brosch. EUR 99.00
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| 著者・編者 | Grifo, Vanessa, |
|---|---|
| シリーズ | Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2026.06 |
| ページ数 | 390 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <773-779 773-847> |
解説
Vanessa Grifo entwickelt einen migrationssoziologisch informierten Analyserahmen fuer das Internationale Personen- und Familienrecht. Ziel ist es, die Interessenkonflikte offenzulegen, die Gesetzgebung und Rechtsprechung im Migrationskontext praegen. In der Migrationssoziologie beschreibt das Konzept der postmigrantischen Gesellschaft, wie Politik und Gesellschaft die kulturelle Integration der Zugewanderten neu aushandeln, seit die Bundespolitik im Jahr 2001 erstmals anerkannte: ?Deutschland ist Einwanderungsland". Dabei werden Konflikte zwischen der kulturellen Identitaet der Zugewanderten und der nationalen Identitaet des Einwanderungslandes - haeufig gerade in Abgrenzung zu muslimischen Zugewanderten - neu ausbalanciert. In diesen postmigrantischen Identitaetskonflikten kommt dem IPR eine besondere Moderationsfunktion zu. Es bestimmt, welcher Rechtsordnung die privaten Statusverhaeltnisse des Zugewanderten unterstehen. Dabei kann die Anwendung auslaendischer, insbesondere islamisch gepraegter, Rechtsordnungen Inhalte der nationalen Identitaet herausfordern. Die Autorin zeigt, dass sich die von der Migrationssoziologie herausgearbeiteten Kriterien zur Analyse postmigrantischer Identitaetskonflikte auch in Konzepte und Methoden des IPR uebersetzen lassen. Eine migrationssoziologisch informierte Analyse ausgewaehlter Gesetzgebungsakte und Urteile seit den 1970er Jahren offenbart, dass Gerichte und Gesetzgeber seit der Jahrtausendwende die kulturelle Identitaet Zugewanderter nicht mehr automatisch mit ihrer Heimatrechtsordnung gleichsetzen. Zugleich ziehen sie die nationale Identitaet des Einwanderungslandes verstaerkt bei der Bildung und Anwendung von Kollisionsnormen heran. Dadurch verarbeitet die kollisionsrechtliche Dogmatik einen Wandel des Integrationsverstaendnisses von einem pluralistischen zu einem zunehmend assimilationsorientierten Ansatz .