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Die Selbsterfindung des Bundesverfassungsgerichts (1951-1958).

Die Selbsterfindung des Bundesverfassungsgerichts (1951-1958).

・ISBN 978-3-16-200722-3 Brosch. EUR 119.00

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著者・編者Herchenröder, Jan-Henrik,
シリーズBeiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts
出版社(Mohr, GW)
出版年月2026.07
ページ数620 S.
言語GER
ニュース番号<773-654 773-670>

解説

Das Buch widmet sich auf Basis der erst seit Kurzem im Bundesarchiv zugaenglichen Verfahrens- und Handakten den ersten Jahren des 1951 gegruendeten Bundesverfassungsgerichts, das 2026 sein 75-jaehriges Jubilaeum begeht. Es untersucht, wie das Bundesverfassungsgericht sich in den ersten sieben Jahren seines Bestehens entwickelte und welchen Einfluss seine Mitglieder auf den erheblichen Bedeutungsgewinn im Verlauf dieser wenigen Jahre nahmen. Ausgangspunkt sind die schwierigen Startbedingungen der neuen Institution und die heterogen zusammengesetzte Richterschaft. Auf Grundlage der Personalakten aller Richter und der einzigen Richterin Erna Scheffler ist es moeglich, ihre Lebenswege und Praegungen zu beschreiben und zu untersuchen, wie diese sich auf die Taetigkeit des Gerichts auswirkten. Die Arbeit mit den Gerichtsakten ermoeglicht es sodann erstmals, interne Organisations- und Verfahrensstrukturen zu identifizieren und den Beitrag einzelner Mitglieder zum Bedeutungsgewinn ihrer Institution zu bewerten. Jan-Henrik Herchenroeder belegt, dass das Bundesverfassungsgericht einen massgeblichen Beitrag zu seiner eigenen Entwicklung geleistet und sich auf diese Weise selbst erfunden hat. Es war das Bundesverfassungsgericht selbst bzw. es waren seine Mitglieder, die sich Verfahrensregeln gaben, Zustaendigkeiten ausbuchstabierten, die Unabhaengigkeit gegenueber der Politik manifestierten, den eigenen ?Status" als Verfassungsorgan erkaempften, Reformen zulasten des Gerichts verhinderten und nach und nach eine strenge Ueberpruefung der Fachgerichte sowie des Gesetzgebers am Massstab des Grundgesetzes etablierten.