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Kontinuitaeten in der Judikatur zu den Mordmerkmalen (Paragr. 211 StGB)

Kontinuitaeten in der Judikatur zu den Mordmerkmalen (Paragr. 211 StGB) : Hat die bundesdeutsche Strafjustiz nationalsozialistisches Gedankengut weitergetragen?

・ISBN 978-3-428-19595-4 Geb. EUR 89.90

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-428-59595-2

著者・編者Kristéll, Julian,
シリーズSchriften zum Strafrecht
出版社(Duncker, GW)
出版年月2025.12
ページ数397 S.
言語GER
ニュース番号<768-480>

解説

Die Arbeit skizziert zunaechst die Entstehung und Entwicklung des von den Nationalsozialisten 1941 eingefuehrten, bis heute im Wesentlichen unveraenderten Mordtatbestands (Paragr. 211 StGB). Die Kennzeichen nationalsozialistischen Strafrechts werden herausgearbeitet und die NS-Rechtsprechungspraxis zu Paragr. 211 StGB dargestellt. Ausgehend von der ideologischen Praegung des NS-Strafrechts (u. a. Fuehrerprinzip, Taeterstrafrecht, materielle Gerechtigkeit) analysiert der Hauptteil saemtliche seit Normeinfuehrung in der Bundesrepublik veroeffentlichten Mordurteile, geordnet nach Mordmerkmalen.

Die Untersuchung zeigt: Zentrales NS-Gedankengut, etwa die Verbindung von Recht und Moral oder die konturenlose Auslegung zur Wahrung einer materiellen Gerechtigkeit, praegt die Rechtsprechung bei der Anwendung der Mordmerkmale der sonstigen niedrigen Beweggruende, Habgier, Heimtuecke, Grausamkeit und Verdeckungsabsicht auch nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges und in Teilen bis heute.