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Strukturierter Parteivortrag im digital gefuehrten Zivilprozess

Strukturierter Parteivortrag im digital gefuehrten Zivilprozess : Richterliche Verfahrensleitung und Sanktionierung parteiseitigen Fehlverhaltens.

・ISBN 978-3-16-170578-6 Brosch. EUR 89.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-170579-3
著者・編者Grießer, Florian Leander,
シリーズSchriften zum Recht der Digitalisierung
出版社(Mohr, GW)
出版年月2026.01
ページ数267 S.
言語GER
ニュース番号<766-581>

解説

Die Digitalisierung des Zivilprozesses verbessert die Rahmenbedingungen fuer einen strukturierten Parteivortrag. Aufbauend auf Ansaetzen zur staerkeren parteiseitigen Strukturierung des Prozessstoffs entwickelt Florian Griesser ein Strukturierungskonzept, das eine tabellarische Gesamtuebersicht der Prozesskommunikation erzeugt. Es zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es den Parteien groesstmoegliche Darstellungsfreiheit einraeumt und zugleich ermoeglicht, inhaltlich Zusammengehoerendes raeumlich beisammen abzubilden. Eine individuelle Sortierfunktion macht insbesondere eine Strukturbindung des Beklagten an die Struktur des Klaegers obsolet, die vergleichbare Vorschlaege zumeist erfordern. Ein solches Strukturierungskonzept ist ueber Durchsetzungsmechanismen abzusichern. In Griessers Konzept dienen Sanktionen als Instrumente der richterlichen Verfahrensleitung dazu, mehrere Ziele zu erreichen. Sie muessen wirksam und zugleich verfassungskonform sein, sollen nur geringen Sanktionierungsaufwand hervorrufen und die negativen Folgen einer Missachtung der verursachenden Partei oder gar ihrem Rechtsbeistand aufbuerden. Inspiriert von Sanktionen des englischen Zivilprozessrechts entwirft der Autor ein dreistufig eskalierendes Durchsetzungssystem: Sofern eine Nacharbeitsaufforderung fruchtlos bleibt, hat die Partei ihren Vortrag zu verschlagworten sowie zusaetzlich anfallende Gerichts- und Rechtsanwaltsgebuehren zu tragen. Wurde Vortrag falsch verschlagwortet und vom Gericht uebersehen, folgt eine Praeklusionssanktion in der Folgeinstanz.

Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis 2025 im Fach Rechtswissenschaften der Universitaet Tuebingen ausgezeichnet.