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商品詳細

Ausforschung und Rechtsdurchsetzung im Unionsprivatrecht

Ausforschung und Rechtsdurchsetzung im Unionsprivatrecht : Herleitung und Ausgestaltung eines allgemeinen unionsrechtlichen Informationsrechts.

・ISBN 978-3-16-200220-4 Brosch. EUR 114.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-200221-1

著者・編者Fontana, Matteo Bruno,
シリーズVeröffentlichungen zum Verfahrensrecht
出版社(Mohr, GW)
出版年月2026.05
ページ数528 S.
言語GER
ニュース番号<766-580 766-650>

解説

Das klassisch-liberale Leitbild des deutschen Zivilprozesses geht von einer Auseinandersetzung zwischen Ebenbuertigen aus. Entsprechend restriktiv haben Rechtsprechung und Lehre die Befugnisse der Parteien ausgestaltet, die Gegenseite zur Offenlegung von Informationen anzuhalten: Wo sich Buerger auf Augenhoehe begegnen, muss ihnen die Rechtsordnung nicht unterstuetzend mit prozessbezogenen Informationsrechten zur Seite springen. In der modernen Gesellschaft, in der grosse Plattformanbieter und Produkthersteller gegenueber Verbrauchern und Kleinunternehmern in der Zuliefer- oder Subunternehmerkette einen erheblichen Wissensvorsprung mit Blick auf ihre hochkomplexen Produkte haben, haengt dieses Leitbild vom Prozess als Zusammentreffen ebenbuertiger Akteure jedoch mittlerweile voellig schief. Auch der europaeische Gesetzgeber hat die in einem Machtgefaelle begruendete Informationsasymmetrie zwischen den Parteien des modernen Zivilprozesses erkannt. Durch eine Vielzahl von Einzelrechtsakten, etwa im Bereich des Kartellschadensersatzrechts, des Produkthaftungsrechts oder im kollektiven Rechtsschutz, hat er einen auf den ersten Blick zusammenhangslosen Wildwuchs an Instrumenten zur Informationsbeschaffung im Zivilprozess geschaffen. Tatsaechlich lassen sich die Offenlegungspflichten des Unionsprivatrechts im Wege einer rechtsaktuebergreifenden Auslegung auf ein einheitliches Prinzip - der effektiven Durchsetzung des Unionsrechts zum Zwecke der Mehrung des Wohlstandes in der Union - und einheitliche Auslegungsgrundsaetze zurueckfuehren.