株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Die teleologische Reduktion im Strafrecht.
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解説
Die teleologische Reduktion ist fester Bestandteil der rechtswissenschaftlichen Methodenlehre, auch wenn sie nicht unumstritten ist. Insbesondere im Strafrecht erfreut sie sich seit jeher grosser Beliebtheit und hat an vielen Stellen zu Modifikationen des Strafgesetzbuches gefuehrt. Vor diesem Hintergrund ueberrascht es, dass das theoretische Fundament dieser Figur bislang kaum zum Gegenstand vertiefter rechtswissenschaftlicher Untersuchungen gemacht wurde. Kristina Peters unternimmt es, die offenen Fragen zu klaeren, die hinsichtlich des Einsatzes dieses Instruments im Strafrecht bestehen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die teleologische Reduktion als Phaenomen betrachtet werden kann, anhand dessen sich der Entwicklungsstand der Rechtswissenschaft im Allgemeinen und der Strafrechtswissenschaft im Besonderen untersuchen laesst. Ihre Analyse zeigt, dass das rechtswissenschaftliche beziehungsweise strafrechtswissenschaftliche System einen hohen Entwicklungsgrad erreicht hat, auch wenn insoweit noch Luecken sichtbar werden. Im Zuge einer axiomatischen Rekonstruktion der teleologischen Reduktion laesst sich diese als eine rechtswissenschaftliche Theorie deuten, die sich aus Bedeutungsproklamationsverfahren, Inhaltsaxiomen einschliesslich deren bereichsspezifischen Auspraegungen sowie bereichsspezifischer Dogmatik zusammensetzt. Bei ihrem Einsatz im Strafrecht wird kein ueberholtes Ideal wie etwa die Realisierung einer ?wahren Bedeutung" oder einer vom Recht losgeloesten ?Gerechtigkeit" verfolgt. Stattdessen handelt es sich um ein hochgradig bereichsspezifisch entworfenes Flexibilisierungsinstrument, das teleologische Stoerungen im axiomatischen Netz zu beseitigen vermag.