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商品詳細
Contesting Labeled Identities : The Sociology of Gentilics in Biblical and Northwest Semitic Literature.
・ISBN 978-3-16-162672-2 Brosch. EUR 100.00
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★★★
| 著者・編者 | Jang, Ki-Eun, |
|---|---|
| シリーズ | Forschungen zum Alten Testament 2. Reihe |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2026.05 |
| ページ数 | 300 S. |
| 言語 | ENG |
| ニュース番号 | <766-132> |
解説
Ki-Eun Jang analysiert die vielfaeltigen Prozesse, durch die im altorientalischen Literaturmilieu Identitaetsbezeichnungen beansprucht, zurueckgewiesen und neu angeeignet wurden. Ausgangspunkt ist die grammatische Kategorie der Gentilicia, deren moderne Genealogie mit den antiken Logiken sozialer Zuordnung kollidiert. Die Autorin zeigt, dass herkoemmliche Modelle von Ethnizitaet und Rasse, die in der altorientalistischen und bibelwissenschaftlichen Forschung haeufig als erklaerende Raster vorausgesetzt werden, methodische Probleme erzeugen, weil sie die historischen Voraussetzungen, theoretischen Praemissen und interpretativen Grenzen dieser Kategorien verkennen. Durch die Auseinandersetzung mit soziologischen und postkolonialen Kritiken - insbesondere mit dem Barth'schen Paradigma ethnischer Gruppen und Grenzen - rekonstruiert er die Wirkungsgeschichte ethnischer und rassischer Denkfiguren in den Geisteswissenschaften und legt deren Einfluss auf die Auslegung altorientalischer Texte frei. Im sprachwissenschaftlichen Zugriff fuehrt er das Konzept relational-adjektivischer Formen ein, um die morphologischen, semantischen und ontologischen Strukturen zu bestimmen, die in Gentilicia Ausdruck finden. So wird sichtbar, dass diese Bezeichnungen vielfaeltige Relationen, Zugehoerigkeiten und soziale Positionierungen verschraenken, die sich modernen ethnischen Typologien entziehen. Die Analyse einzelner Faelle aus der hebraeischen Bibel und verwandter Literatur, wie "Philister", "Hebraeer", "Kanaanaeer", "Aramaeer" und "Judeer" zeigt, wie variabel die zugrunde liegenden Vorstellungen von Zugehoerigkeit waren und wie sie die sozialen Mechanismen antiker Identitaetsbildung praegten.