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The Lost Novel of King Solomon and the Demons

The Lost Novel of King Solomon and the Demons : New Evidence on the Testament of Solomon in Antiquity.

・ISBN 978-3-16-200066-8 Ln. EUR 99.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-200113-9

著者・編者Gradel, Ittai / Pedersen, Nils Arne,
シリーズParabiblica
出版社(Mohr, GW)
出版年月2026.01
ページ数250 S.
言語ENG
ニュース番号<757-194>

解説

Ittai Gradel und Nils Arne Pedersen eroffnen einen neuen Zugang zum apokryphen Testament Salomos durch die Verbindung von Archaologie und Textforschung. Ausgangspunkt sind zehn Ringe aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., die alle die griechische Inschrift ?Solomon legei: phylaxai" - ?Salomo sagt: 'Pass auf!'" tragen. Diese apotropaische Formel erschliesst sich nur im Zusammenhang des Testament Salomos, in dem der Konig mit einem von Gott verliehenen Ring Macht uber die Damonen erhalt. In einer zentralen Szene zwingt er zwei Damonen mit dem Befehl ?Pass auf!" eine Saule bis zum Jungsten Tag zu stutzen. Gerade diese Szene erhielt bleibende Bedeutung und erklart den magischen Gebrauch der Formel.
Die datierbaren Funde liefern einen terminus ante quem fur den Text und eroffnen neue Ueberlegungen zu seiner literarischen Gestalt: Wahrend das uberlieferte Testament zwischen Erzahlform in erster und dritter Person wechselt, legen die Inschriften nahe, dass eine ursprungliche Fassung in der dritten Person vorlag, die spater uberarbeitet wurde. Daraus entwickeln die Autoren eine Theorie der Redaktionsgeschichte.
Daruber hinaus zeigt sich ein enger Bezug zur Volksfrommigkeit des fruhen Christentums, abseits patristischer Eliten. Die christliche Ikonographie auf mehreren Ringen, der Fundkontext von Abu Mena und die Einbindung judischer Salomo-Traditionen sprechen fur einen Entstehungsort im christlichen Alexandria. Mit ihrer interdisziplinaren Verknupfung von Archaologie, Religionsgeschichte, Apokryphenforschung und Folklore gelangen die Autoren zu neuen Einsichten.
Die Anhange enthalten Uebersetzungen bislang unveroffentlichter Versionen des Testament Salomos, darunter ein neu bezeugtes agraphon, sowie eine kritische Edition einer syrischen Paralleluberlieferung. Damit entsteht eine grundlegende Neupositionierung des Textes innerhalb der antiken Religions- und Literaturgeschichte.