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Anspruch und Rechtfertigung: Eine Theorie des rechtlichen Denkens im Anschluss an die Phaenomenologie Edmund Husserls. 2009 ed.

Anspruch und Rechtfertigung: Eine Theorie des rechtlichen Denkens im Anschluss an die Phaenomenologie Edmund Husserls. 2009 ed.

・ISBN 978-1-4020-9049-3 hard

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著者・編者Loidolt, Sophie,
シリーズ (Phaenomenologica)
出版社 (Springer-Verlag New York Inc., US)
出版年月2008
ページ数336 pp.
言語ENG
ニュース番号<A04-94291>

解説

Anspruch und Rechtfertigung entwickelt eine phaenomenologische Theorie des 'rechtlichen Denkens'. Dabei handelt es sich um eine erste systematische Untersuchung derjenigen Bewusstseinsstrukturen, die ein Begruenden, Ausweisen und Rechtfertigen ueberhaupt erst ermoeglichen.

Die grundlegende Frage ist, wie Rechtsansprueche, die sowohl erkenntnistheoretischen als auch ethischen Urteilen inhaerent sind, als ein Grundmerkmal des Erfahrens verstanden werden koennen. Die vorliegende These gibt eine genetische Antwort auf diese Frage. Sie fuehrt den Rechtscharakter im Denken auf einen urspruenglichen Anspruch zurueck, dem Bewusstsein im Erfahren immer schon ausgesetzt ist. Rechtliche Strukturen muessen daher als eine praedikative Antwort auf ein vorpraedikatives Angesprochen-Sein begriffen werden.

Das vorliegende Buch untersucht sowohl den ethischen als auch den erkenntnistheoretischen Bereich, wobei Husserls genetische Phaenomenologie in Erfahrung und Urteil den methodischen Hintergrund bildet. Es bietet ausserdem eine neue und umfassende Lektuere von Husserls Schriften zur Ethik, sowie einen kritischen Dialog mit der Alteritaetsethik von Levinas und der Diskursethik Apels.

Anspruch und Rechtfertigung (Appeal and Justification) develops a phenomenological theory of judgments on legitimacy. It undertakes a first systematic investigation of the structures in consciousness which enable the process of justification to unfold.

The overall question is how the claim for legitimacy, inherent in both epistemological and ethical judgments, can be understood as a fundamental character of experience. The thesis that this book offers follows along the lines of a genetic answer to this question. It traces the characteristic of legitimation back to an originary appeal to which consciousness is exposed by experience. Legitimizing structures are thus to be understood as a predicativeanswer to this prepredicative appeal.

This book investigates both the epistemological and the ethical fields, working mainly with Husserl's genetic theory in Experience and Judgement. It offers a new and comprehensive reading of Husserl's ethics and a critical dialogue with Levinas' ethics of alterity and Apels' discourse ethics.