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Passfotos unter Zwang

Passfotos unter Zwang : Deutsche Fotopolitik im Ersten Weltkrieg.

・ISBN 978-3-11-107200-5 Geb. EUR 59.95

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-11-107218-0

著者・編者Lange, Britta,
シリーズUndisziplinierte Bücher
出版社(de Gruyter, GW)
出版年月2025.05
ページ数160 S.
言語GER
ニュース番号<752-1446 752-996>

解説

Waehrend des Ersten Weltkriegs verhaengte das Deutsche Reich in seinen besetzten Gebieten im Osten und im Westen den Passzwang und betrieb damit eine historisch neuartige Form der Fotopolitik. Waehrend im Reich selbst ein Ausweisdokument nur zur Ausreise benoetigt wurde, mussten alle Menschen in den Besatzungsregionen ? in Nordfrankreich, Belgien, Polen und dem sogenannten OberOst ? einen deutschen Pass mit Lichtbild anfertigen lassen. Das Buch handelt von diesem vergangenen Kapitel in der Geschichte der deutschen Paesse und der Passfotografie. Unter Zwang entstanden ab 1915 Millionen von Portraetfotografien in einem speziellen Verfahren: Um Material, Aufwand und Kosten zu sparen, fotografierten deutsche "Passkommandos" die Menschen in Gruppen von fuenf bis zehn Personen auf einem Bild, das anschliessend in Einzelfotos auseinandergeschnitten wurde. Durch die Fotokamera sah der deutsche Staat jedem und jeder ins Gesicht und demonstrierte mit den Passfotos, deren Bildformat erst erfunden werden musste, seine Kontrollmacht. Ausgehend von zwei widerstaendigen kuenstlerischen Positionen ? Bilder von Jozef Rapacki und Juozas Šilietis ? zeichnet Britta Lange in ihrem Buch eine heute vergessene Geschichte der Passfotografie unter Zwang nach.