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Denken am Seitenrand

Denken am Seitenrand : Marginalien in der Philosophie des Mittelalters und der Renaissance.

・ISBN 978-3-11-155971-1 Geb. EUR 79.95

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著者・編者Meliadò, Mario (Hrsg.),
シリーズCultures and Practices of Knowledge in History
出版社(de Gruyter, GW)
出版年月2025.09
ページ数360 S.
言語GER
ニュース番号<746-50>

解説

Marginalien sind bekanntlich Texte, welche materiell am Rand eines Haupttextes entstehen und oft inhaltlich diesem Haupttext als ihrem urspruenglichen Sinn- und Verstehenshorizont inhaerieren. Entgegen der gewoehnlichen Annahme, Marginalien seien eine sekundaere und beilaeufige Textform von begrenzter philosophiehistorischer Relevanz, will dieses Buch im Anschluss an neuere Ansaetze der materiellen Wissensgeschichte das Potential und die Perspektiven der Marginalienstudien fuer die Erforschung der Philosophie des Mittelalters und der Renaissance ausloten. Insofern Marginalien z.B. die Lektuere und das Studium einer Schrift punktuell dokumentieren, bieten sie eine besonders konkrete und aufschlussreiche Grundlage fuer die Erschliessung der Rezeptions- und Interpretationsgeschichte einzelner Quellen oder Quellenkomplexe. An Handschriften und Buechern laesst sich aber oft auch die Lese- und Schreib-Werkstatt der Gelehrten eruieren, d.h. ihre Arbeitsmethoden sowie das persoenliche und intellektuelle Netzwerk, in dem Texte und Ideen zirkulierten. Das Buch versammelt Beitraege, welche die Besonderheit der literarischen Gattung der Marginalien als Gegenstand historisch-philosophischer Interpretation sowie kritischer Edition reflektieren. Es zielt darauf ab, die Lese- und Schreibpraktiken zu untersuchen, aus denen diese Textform in der Vielfalt ihrer Zwecke und Kontexte hervorgegangen ist. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den lateinischen, arabischen und hebraeischen Philosophietraditionen des Mittelalters und der Renaissance ? an der Schwelle von der Handschriften- zur Buchkultur.