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Ein zerrissenes Leben

Ein zerrissenes Leben : Eine Biografie des "linken" Nationalsozialisten Bruno Fricke.

・ISBN 978-3-339-14128-6 Brosch. EUR 89.80

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著者・編者Ramspeck, Hasso,
シリーズStudien zur Zeitgeschichte
出版社(Kovac, GW)
出版年月2024.11
ページ数264 S.
言語GER
ニュース番号<746-1669 746-1676>

解説

Dies ist die Geschichte eines Mannes, der in jugendlichen Jahren den nationalistischen Parolen begeistert in den Ersten Weltkrieg folgte. Desillusioniert ueber das schmachvolle Ende fand er in den Nachkriegswirren nicht zurueck ins Zivilleben. Fricke wollte weiter kaempfen. Er schloss sich der Eisernen Division im Baltikum und spaeter dem Freikorps Rossbach an, einer militanten Kaderschmiede kuenftiger Nationalsozialisten. Bruno Fricke (1900?1985) verkoerperte ein Stueck deutscher Geschichte. Er war Akteur und Zeitzeuge, dessen Leben ueber acht Jahrzehnte mehr Tiefen als Hoehen verzeichnete. Es bestand im Wesentlichen aus drei Abschnitten: den ersten 30 Jahren im Kaiserreich und der Weimarer Republik, den 25 Jahren, die er erst im Exil in Suedamerika und dann in der fruehen Bundesrepublik verbrachte, sowie den knapp 30 Jahren, in denen er erneut in Suedamerika lebte. Obwohl ein Einzelschicksal steht Frickes Handeln und Denken doch exemplarisch fuer eine ganze Generation. Die Biografie schildert die wechselvollen Stationen seines Lebens, die widerspruechlichen Seiten Frickes, seine Ambitionen und persoenlichen Herausforderungen. Sie zeichnet das Bild eines unruhigen, eigenwilligen und geltungsbeduerftigen Mannes, der nur zu gern eine wichtige Rolle gespielt haette, diese aber nicht erreichte. Wegen Beguenstigung von Fememoerdern musste Fricke 1923 ins Gefaengnis. Er sass mit dem spaeteren ?Sekretaer des Fuehrers“ Martin Bormann vier Monate in einer Zelle. Nach einer laengeren Auszeit in Suedamerika wollte er als SA-Standartenfuehrer in Detmold und Danzig zeigen, was in ihm steckte. Doch kam es bald zum Bruch mit der NSDAP. Er folgte dem abtruennigen Nationalsozialisten Otto Strasser in dessen Schwarze Front. Zwischen 1932 bis 1943 leitete er diese Organisation in Suedamerika. Im deutschen politischen Exil blieb er Aussenseiter. Nennenswerte Erfolge verzeichnete weder er noch die Schwarze Front. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte er in der Bundesrepublik einen Neuanfang, fand aber keine Resonanz. Enttaeuscht ueber die einseitige Orientierung Adenauers nach Westen, die aus seiner Sicht eine Wiedervereinigung Deutschlands unmoeglich machte, kehrte Fricke endgueltig nach Suedamerika zurueck. In Paraguay leitete er eine kleine deutsche Schule und spaeter in Bolivien lebte er auf seinem eigenen Gehoeft. In beiden Laendern lieferte er Informationen an den deutschen Geheimdienst BND. Der Nationalsozialismus blieb fuer ihn trotz all der Graeueltaten, die in dessen Namen begangen worden waren, in seiner sozialrevolutionaeren Variante positiv besetzt. Seine Beihilfe zur Zerstoerung der Weimarer Demokratie verrechnete Fricke mit seiner fruehen Opposition gegen Hitler und seiner Ausbuergerung. Eines wog seiner Ansicht nach das andere auf. Schuldgefuehle zeigte er nicht ? jedenfalls nicht oeffentlich.