株式会社極東書店トップ商品一覧Dietmar von Selbold-Gelnhausen und seine Verwandtengruppe : Ein Beitrag zur Genealogie saechsisch-westfaelischer Grafensippen in Hessen vom 9. bis zum 12. Jahrhundert unter besonderer Beruecksichtigung der "Tiemonen" und deren Verbindungen zu den Reichsabteien Fulda, Hersfeld und Corvey. Hrsg. von Geschichtsverein Gelnhausen e.V.

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Dietmar von Selbold-Gelnhausen und seine Verwandtengruppe

Dietmar von Selbold-Gelnhausen und seine Verwandtengruppe : Ein Beitrag zur Genealogie saechsisch-westfaelischer Grafensippen in Hessen vom 9. bis zum 12. Jahrhundert unter besonderer Beruecksichtigung der "Tiemonen" und deren Verbindungen zu den Reichsabteien Fulda, Hersfeld und Corvey. Hrsg. von Geschichtsverein Gelnhausen e.V.

・ISBN 978-3-339-14286-3 Brosch. EUR 97.80

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著者・編者Zieg, Michael, / Hrsg. von Geschichtsverein Gelnhausen e.V
シリーズStudien zur Geschichtsforschung des Mittelalters
出版社(Kovac, GW)
出版年月2025.01
ページ数272 S.
言語GER
ニュース番号<746-1628>

解説

Seit rund 200 Jahren beschaeftigt die Wissenschaft die Frage, welcher Verwandtengruppe Graf Dietmar von Selbold-Gelnhausen entstammte. Bisherige Antwortversuche versuchten ihn in Bezug zu den spaeteren Grafen von Vornbach oder der konstruierten Sippe der Reginbodonen zu setzen. In diesem Buch widerlegt der Autor die These einer Zugehoerigkeit Dietmars zu den Reginbodonen. Anhand einer eingehenden Sichtung westfaelischer Ueberlieferung des neunten bis elften Jahrhunderts gelingt es ihm, Dietmar der Verwandtengruppe der Tiemonen zuzuordnen. Diese im hessisch-westfaelisch-niedersaechsischen Laenderdreieck nachweisbare Verwandtengruppe stand in engem Verhaeltnis zu den Ottonen, denen sie ihre Funktion als Grafen in diesem Raum zu verdanken hatte. Waehrend der Salierzeit fanden zahlreiche Adlige dieser Gruppe ueber ihre Dienste als Voegte der Reichsabteien Hersfeld und Fulda den Weg in das Gebiet der historischen Wetterau. Dem Autor gelingt es erstmals, Dietmar nicht nur als Untervogt der Reichsabtei Hersfeld zu erschliessen, sondern auch als engen Gefolgsmann des Erzbischofs Ruthard von Mainz. Genau wie dieser foerderte er das Kloster St. Alban zu Mainz durch Gueteruebertragungen in Nordhessen und schloss sich dessen oppositionellen Umfeld gegen Kaiser Heinrich IV. an, obwohl ihm wohl dieser eine Rodungsgrafschaft an der Kinzig zusaetzlich zu seiner Grafschaft an der Eder uebertragen hatte. Als verhaengnisvoll fuer Dietmar erwies sich, dass seine mutmassliche Tochter Gisela als Frau Friedrichs von Saarbruecken Schwaegerin des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. von Mainz wurde, was Dietmar und seine Grafschaft an der Kinzig in die kriegerischen Wirren der folgenden Jahre hineinzog. Sein Erbe trat sein Enkel Dietrich an, der wohl durch Vermittlung Adalberts I. graefliche Rechte in Gelnhausen ausueben konnte. Dietrich und ein weiterer Bruder mit Namen Egbert, Begruender des Hauses Tecklenburg, tauchen mehrfach in der Umgebung ihres Halbbruders Erzbischof Adalbert II. von Mainz auf. Ihre Schwester Agnes heiratete Friedrich von Schwaben, Barbarossas Vater, was die Naehe zum ersten Stauferkoenig Konrad III. sicherte, der 1143 auch Dietmars Stiftsgruendung in Selbold mit Reichszehnten ausstattete. Als Dietrichs Sohn Egbert von Gelnhausen nach 1151 verstarb war es ein weiterer Halbbruder seines Vaters Simon von Saarbruecken, der die Grafenburg in Gelnhausen an das Bistum Mainz verkaufte.