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Systemverschiebung ohne Ausgleichmechanismen

Systemverschiebung ohne Ausgleichmechanismen : Konsensuale Erledigungen und Diskriminierungseffekte im Wechselwirkungsverhaeltnis: Ein Rechtsvergleich mit dem US-Strafprozess.

・ISBN 978-3-631-90165-6 Geb. SFR 81.00

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著者・編者Washington, S. Lisa,
シリーズSchriften zum Strafrecht und Strafprozeßrecht
出版社(P. Lang, SZ)
出版年月2024.08
ページ数390 S.
言語GER
ニュース番号<736-588>

解説

Konsensuale Erledigungsmethoden sind in der deutschen Strafprozessordnung schon lange kein Randphaenomen mehr. Im Gegenteil ? in vielerlei Hinsicht dominieren sie den modernen deutschen Strafprozess. Aehnlich wie in Deutschland ist auch in den USA die Hauptverhandlung als zentrale Prozessphase ausgestaltet. Die Prozessrealitaet zeigt jedoch, dass etwa 97% aller Strafverfahren ohne Hauptverhandlung erledigt werden. Dabei handelt es sich aber nicht um eine systemimmanente Entwicklung, sondern eine seit den 7oer Jahren stattfindende Systemverschiebung. Die funktionale Methode der Rechtsvergleichung erlaubt es strafprozessuale Entwicklungen in Deutschland und den USA anhand ihrer Funktion in der jeweiligen Rechtsordnung zu analysieren, strukturelle Vergleiche zu ziehen und wenn moeglich, entsprechende Schluesse fuer die deutsche Rechtsordnung zu identifizieren und nutzbar zu machen. Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt nicht auf der viel diskutierten Verfassungsmaessigkeit konsensualer Erledigungsmethoden, sondern auf strukturellen Implikationen, die de facto bereits zu einer Systemverschiebung des Strafprozesses gefuehrt haben. Den Schwerpunkt der Untersuchung bilden hierdurch produzierte oder perpetuierte Diskriminierungseffekte.