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Der "Geldjude"

Der "Geldjude" : Antijuedische oekonomische Stereotype im mittelalterlichen Deutschland bis zur Grossen Pest.

・ISBN 978-3-11-120522-9 Geb. EUR 139.95

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-11-120608-0

著者・編者Rentz, Andreas,
シリーズEuropäisch-jüdische Studien - Beiträge
出版社(de Gruyter Oldenbourg, GW)
出版年月2024.08
ページ数IV, 619 S.
言語GER
ニュース番号<733-1661 733-1751>

解説

Zaeh haelt sich die mittlerweile widerlegte Ansicht, die stereotypische Verknuepfung von Juedinnen*Juden mit Gier, Reichtum und Wucher ginge auf ihre vermeintliche Rolle im vormodernen Geldhandel zurueck. Diese Studie fragt nach den tatsaechlichen Entstehungsgruenden und konzentriert sich auf das deutsche Reich zwischen dem 12. Jahrhundert und der Grossen Pest. Dabei werden christliche Vorstellungen von suendhafter Gier, juedischem Materialismus und der Rolle des Judaslohns fuer den ?Gottesmord“ in den Blick genommen, die sich waehrend der soziooekonomischen Umbrueche des Hochmittelalters zum Bild des ?Geldjuden“ verdichteten. Nicht antijuedische Hetze stand anfangs im Zentrum, sondern eine innerchristliche Auseinandersetzung um den Umgang mit Geld ? in einem Zeitraum, als dessen soziale Bedeutung anstieg und tradierte Moralvorstellungen herausforderte. Zunehmend wurde diese Chiffre aber aus dem urspruenglichen monastischen bzw. theologischen Kontext geloest und auf reale Juedinnen*Juden projiziert, um z. B. Ritualmordlegenden oder Pogrome zu rationalisieren. Die Studie bemueht sich um ein besseres Verstaendnis der christlichen Judenfeindschaft und des historischen Entwicklungsprozesses antisemitischer Vorstellungen, die heute noch virulent sind.