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商品詳細
Zur Legitimation des strafbewehrten Verbots geschlechtsbezogener Toetungen.
・ISBN 978-3-339-14136-1 Brosch. EUR 98.80
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| 著者・編者 | Schmitz, Leona Antonia, |
|---|---|
| シリーズ | Strafrecht in Forschung und Praxis |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2024.09 |
| ページ数 | 308 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <732-558> |
解説
Noch in aktueller hoechstrichterlicher Rechtsprechung heisst es, dass die Toetung eines Intimpartners, der sich vom Taeter abwenden moechte oder bereits abgewendet hat, nicht zwangslaeufig als durch niedrige Beweggruende motiviert bewertet werden muss. Insbesondere koenne der Umstand, dass die Trennung vom Tatopfer ausging, als gegen die Niedrigkeit des Beweggrundes sprechend gewertet werden. Demgegenueber reflektiert nicht zuletzt die Reform des Paragr. 46 Abs. 2 Satz 2 StGB im Jahr 2023 eine zunehmende gesellschaftliche Sensibilisierung fuer das Phaenomen geschlechtsbezogener Toetungen und es wird Kritik an der bisherigen Rechtsprechung ausgeuebt, waehrend die Notwendigkeit einer Reform der Paragr. 211 ff. StGB lange bekannt ist. Gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit und Maennlichkeit sowie die damit verbundenen erwarteten Verhaltensweisen spielen eine entscheidende Rolle fuer die Geschlechtsbezogenheit von Toetungen. Die Hemmschwelle zur Toetung wird gesenkt, da das Tatopfer aufgrund der gesellschaftlich vermittelten Position als unterlegen angesehen wird. Auch wenn es keine einheitliche Form der geschlechtsbezogenen Toetung gibt, zeigen sich wiederkehrende Elemente, die das Unrecht einer vorsaetzlichen Toetung verstaerken koennen. Vor diesem Hintergrund werden zunaechst die Legitimationsbedingungen fuer den Einsatz von Strafe untersucht, bevor eine Analyse der Toetungsdelikte de lege lata erfolgt. Dabei wird insbesondere auf die Mordmerkmale der Toetung aus niedrigen Beweggruenden, der heimtueckischen und der grausamen Toetung sowie auf die Moeglichkeiten und Grenzen dieser Mordmerkmale und deren Auslegung durch die Rechtsprechung eingegangen. Nachdem insbesondere Laender Lateinamerikas ihr Strafrecht nach Protestbewegungen von Frauenrechtsorganisationen reformiert haben, um das Unrecht geschlechtsbezogener Toetungen in verschiedenen Formen gesondert zu erfassen, stellt sich die Frage nach alternativen Regelungsmoeglichkeiten. Vor diesem Hintergrund wird abschliessend eine vergleichende Betrachtung der Regelung vorsaetzlicher Toetungen im Strafrecht Argentiniens durchgefuehrt.