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Christus (m/w/d)

Christus (m/w/d) : Eine Geschlechtergeschichte.

・ISBN 978-3-406-82237-7 Geb. EUR 32.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-406-82239-1

著者・編者Schubert, Anselm,
出版社(Beck, GW)
出版年月2024.08
ページ数400 S.
言語GER
ニュース番号<732-1135 732-132>

解説

Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden. Aber warum als Mann? Anselm Schubert zeigt in seiner faszinierenden Darstellung, dass von der Antike bis zur Gegenwart immer auch andere ? weibliche oder androgyne ? Christusbilder wirkmaechtig waren und fuehrt uns so ein unbekanntes, erstaunlich diverses Christentum vor Augen. In der Antike war vollkommenes Menschsein gleichbedeutend mit vollkommener Maennlichkeit: Christus musste daher ein Mann sein ? und keusch bis hin zur Asexualitaet. Im Mittelalter waren die Geschlechterordnungen weniger starr: Theologen diskutierten, ob Christus auch als Frau haette Mensch werden koennen. Die Mystik feierte Christus als maennlichen Braeutigam oder weibliche Inkarnation Gottes. Kabbalisten, Alchemisten und Prophetinnen der Fruehen Neuzeit erhofften sich von einem androgynen Christus die Vollendung beider Geschlechter. Erst im 19. Jahrhundert rueckte die Frage in den Vordergrund, wie man sich Jesus als ?echten“, virilen Mann vorstellen kann. Gegen das betont maennliche Bild vom Vater-Gott und seinem Sohn protestierte die feministische Theologie im 20. Jahrhundert mit einem weiblichen Christus. Queere Theolog:innen verkuenden einen schwulen, bisexuellen, transsexuellen, intersexuellen oder polyamoren Jesus. Die selbstverstaendliche Maennlichkeit Christi gilt als der letzte blinde Fleck der Christentumsgeschichte. Anselm Schubert bringt in seinem laengst ueberfaelligen, meisterhaft geschriebenen Buch Licht ins Dunkel der patriarchalisch gepraegten Erzaehlungen.