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Objektive Zurechnung - Urteilsakt oder Urteilsgegenstand?

Objektive Zurechnung - Urteilsakt oder Urteilsgegenstand? : Von der Ambiguitaet der objektiven Zurechnung (am Beispiel des Vorsatzes) zur Revision des Zurechnungsbegriffs.

・ISBN 978-3-428-19199-4 Brosch. EUR 49.90

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-428-59199-2

著者・編者Heuser, Martin,
シリーズSchriften zum Strafrecht
出版社(Duncker, GW)
出版年月2024.06
ページ数113 S.
言語GER
ニュース番号<729-638>

解説

Die ≫objektive Zurechnung≪ im Strafrecht, d.h. die normative Zuschreibung eines tatbestandsmaessigen Erfolgs zu einem rechtlich missbilligten Verhalten, weist eine Zwittergestalt auf: Einerseits fuegt sie sich als objektives Tatbestandsmerkmal in die strafrechtlich zu beurteilende Handlung ein; andererseits beansprucht sie, ein normatives Urteil ueber einen bestimmten Straftatausschnitt zu liefern. In erstgenannter Hinsicht fungiert sie als Objekt der strafrechtlichen Beurteilung (Urteilsgegenstand), in zweitgenannter als ein Akt derselben (Urteilsakt). Die Untersuchung erklaert diese logische Ambiguitaet begriffsgeschichtlich. Strafrechtsdogmatisch wird sie sodann exemplarisch anhand des Vorsatzerfordernisses eroertert. Anlass zu dieser Eroerterung bietet die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (4 StR 200/21; 1 StR 474/19) im Nachgang zum Goettinger Organallokationsfall (5 StR 20/16). Abschliessend stellt die Arbeit thesenartig eine neuerliche ≫Neubesinnung auf den Zurechnungsgedanken≪ in Aussicht.