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解説
Meine Zahlentheorievorlesung des vergangenen Wintersemesters, deren Niederschrift ich hiermit dem mathematischen Publikum unter- breite, hatte zwei Ziele. Das erste war, die Rechenfertigkeit meiner Hoerer zu verbessern. Dabei meine ich mit Rechenfertigkeit nicht etwa Rechenschnelligkeit, die im Rechenunterricht der Schule, wie ich. wiederum durch meine Kinder weiss, allzusehr in den Vordergrund gerueckt wird. Rechenfertigkeit sollte zu allererst Rechensicherheit mit sich bringen, denn Schnelligkeit bedeutet gar nichts, wenn das Ergeb- nis falsch ist. Man sollte sich also Zeit lassen beim Rechnen. Man sollte sich Rechenaufgaben erst einmal ansehen, bevor man anfaengt zu rechnen. Denn Zahlen sind Individuen, und ein geschickter Rechner wird ihre individuellen Eigenschaften bei der Rechnung nutzen. Re- chenfertigkeit heisst also auch, dass man Rechenvorteile erkennt und nutzt. Das faengt schon damit an, dass man den Malpunkt zwischen zwei Zahlen nicht als zwingenden Befehl auffasst, die Multiplikation auch wirklich auszufuehren. (Wer glaubt, so etwas brauche man nicht zu erwaehnen, der beobachte einmal, wie viele ueberfluessige Rechnungen Kinder machen, wenn sie Brueche addieren, multiplizieren oder der Groesse nach vergleichen. ) Solcherlei predige ich immer wieder meinen Kindern, und solcherlei wollte ich auch den Hoerern meiner Vorlesung nahebringen. Hierzu gehoert natuerlich auch zu zeigen, wie man Saetze der Zahlentheorie benutzen kann, um zu numerischen Resultaten zu kommen. Dass dies moeglich ist, ist schliesslich nicht verwunderlich, entstand doch ein grosser Teil der Zahlentheorie aus den Beduerfnissen der Rechenpraxis; man denke etwa an Euler, der z. B.