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商品詳細
Edmund Husserl. Untersuchungen zur Urteilstheorie: Texte aus dem Nachlass (1893-1918). 2009 ed.
・ISBN 978-1-4020-6896-6 hard EUR 355.13
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| 著者・編者 | Husserl, Edmund / Rollinger, Robin D. (ed.), |
|---|---|
| シリーズ | (Husserliana: Edmund Husserl - Gesammelte Werke) |
| 出版社 | (Springer-Verlag New York Inc., US) |
| 出版年月 | 2009 |
| ページ数 | 517 pp. |
| 言語 | ENG |
| ニュース番号 | <A02-62526> |
解説
Die im vorliegenden Band herausgebenen Forschungsmanuskripten basieren auf den sogenannten U-Blaettern, einer von Edith Stein im Auftrag Husserls 1917 zusammengestellten Manuskriptsammlung zur "Urteilstheorie". Fuer Husserl war die Urteilstheorie das Kernstueck der phaenomenologischen Theorie der Vernunft, da in ihr die Probleme der Logik, der Ausdrucks- und Bedeutungslehre sowie der Erkenntnistheorie in ihrer wechselseitigen Verbundenheit zum Austrag kommen.
Die im ersten Teil des Bandes veroeffentlichten Texte aus dem Zeitraum 1893 bis 1899 zeigen, wie Husserls urteilstheoretische Forschungen ihren Ausgang von der intensiven Auseinandersetzung mit der Urteilstheorie seines Lehrers Franz Brentano nehmen. Diese Texte bieten einen wichtigen Einblick in die Entwicklung und Vorgeschichte von Husserls Bedeutungs- und Erkenntnislehre in den Logischen Untersuchungen; behandelt werden insbesondere die Scheidung von subjektiv-psychologischer und objektiv-logischer Forschungsrichtung, die Erfuellungslehre, die Lehre von der kategorialen Anschauung, die Bedeutungskategorien sowie der Evidenz- und Wahrheitsbegriff. Besondere Beachtung verdienen in diesen fruehen Manuskripten Husserls Bestimmungen der Begriffe "Satz" und "Sachverhalt", insofern es sich hierbei um Schluesselbegriffe seiner spaeteren, im zweiten Teil des Bandes dokumentierten Urteilstheorie handelt.
Dieser zweite Teil kann als Ergaenzung zu den in anderen Baenden der Husserliana herausgegebenen Goettinger Vorlesungen Husserls zur Logik und Erkenntnistheorie angesehen werden. Er vervollstaendigt das Bild von der Weiterentwicklung und den grundlegenden Veraenderungen in Husserls Bedeutungs- und Urteilslehre nach den Logischen Untersuchungen. In den hier veroeffentlichten, aus den Jahren 1908 bis 1918 stammenden Texten versucht Husserl sich unter anderem ueber den Urteilsbegriff selbst Klarheit zu verschaffen. Hierbei gilt es einerseits das im Urteil Vermeinte genau zubestimmen und Satz als ideale Bedeutung vom Sachverhalt als Urteilsgegenstaendlichkeit sorgfaeltig zu unterscheiden und die mit diesen Termini verbundenen AEquivokationen zu beseitigen; andrerseits geht es darum das Urteilen als Denkakt zu seinen anschaulichen Vorstellungsunterlagen ins Verhaeltnis zu setzen. Beachtenswert sind desweiteren Husserls Bemuehungen um eine Klaerung des Unterschieds zwischen Wesensurteilen und empirischen Urteilen. Ein umfangreiches, fuer die Methode phaenomenologischer Deskription bedeutsames Manuskript ist einer Untersuchung der immanent-deiktischen Urteile und ihrer Gueltigkeit gewidmet.