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Vom Gemeingeist zum Habitus: Husserls Ideen II: Sozialphilosophische Implikationen der Phaenomenologie. 1. Aufl. 2019 ed.

Vom Gemeingeist zum Habitus: Husserls Ideen II: Sozialphilosophische Implikationen der Phaenomenologie. 1. Aufl. 2019 ed.

・ISBN 978-3-319-97984-7 hard EUR 79.43

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著者・編者Caminada, Emanuele,
シリーズ (Phaenomenologica)
出版社 (Springer International Publishing AG, SZ)
出版年月2018
ページ数375 pp.
言語ENG
ニュース番号<A02-59039>

解説

Dieses Buch bietet die erste systematische Interpretation von Husserls Ideen fuer eine reine Phaenomenologie und phaenomenologische Philosophie anhand der neuen kritischen Edition von Ideen II (Hua IV/V).

Es ermoeglicht eine phaenomenologische Auslegung des allgemein-metaphysischen Problems, wie physische, mentale und soziale Tatsachen zusammenhaengen.

Das Buch diskutiert und interpretiert detailliert einige von Husserls zentralen Konzeptionen und zeigt die Konsequenzen seines Denkansatzes und seiner Theorieentwicklung. Natur und Gemeingeist sind Husserl zufolge die Grundbegriffe der naturalistischen und der personalistischen Einstellungen und dienen als Leitfaden der Unterscheidung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. In der kritischen Auseinandersetzung mit diesem wissenschaftstheoretischen Dualismus fuehrt Husserl den Habitus-Begriff methodisch ein, um das Verhaeltnis von Natur- und Sozialontologie aus der konkreten Erfahrung heraus phaenomenologisch neu zu deuten, womit der spaetere, anti-dualistische Weg der Lebensweltphaenomenologie vorbereitet wird.

In Husserls Studien zur Regionalontologie des Gemeingeistes rueckt das konkrete Subjekt in den Vordergrund der Intentionalitaetsanalyse, indem die sinntragenden Elemente der Inaktualititaet auf Habitualisierungsprozesse und die Intersubjektivitaet auf Sozialisierungsstufen zurueckgefuehrt werden.

Dank der durch den Habitus-Begriff ermoeglichten klaren Unterscheidung zwischen konstituierender Aktualitaet und konstitutiver Relevanz des inaktuellen Horizonts kann Husserls Philosophie des Geistes als individualistisch und holistisch zugleich gelten. Dieser ontologischen Position entspricht auch Husserls sozialepistemologische Ansicht, dass sich Wissenschaften erst im Rahmen idealisierter Sozialstrukturen entfalten koennen. Durch diese idealisierenden Operationen wird die Konstitution der Objektivitaet moeglich, welche die Wissenschaften anstreben. Deren Rationalitaet ist deshalb in ihrenkonkreten und idealisierten Sozialitaetsstufen und Habitualitaeten zu befragen.