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Individualitaet und Kunst : Zum Problem ihrer normativen Bestimmung in Hegels Phaenomenologie des Geistes.
・ISBN 978-3-7873-4502-1 Kart. EUR 148.00
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★★★
| 著者・編者 | Iselt, Carolyn, |
|---|---|
| シリーズ | Hegel-Studien Beihefte |
| 出版社 | (F. Meiner, GW) |
| 出版年月 | 2024.04 |
| ページ数 | 480 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <717-30> |
解説
Anders als hinlaenglich aus der Rezeption der Kunstphilosophievorlesungen Hegels bekannt weist Carolyn Iselt in ihrer Studie zur Kunst-Religion in der ≫Phaenomenologie des Geistes≪ nach, dass dem menschlichen Individuum in der Kunst auch fuer Hegel nicht nur Bedeutung in idealisierter Form als Goetterskulptur oder als tragischem Helden zukommt. Vielmehr dienen die klaren aesthetischen Formen dazu, das Unterdruecken der Individualitaet hervor- und diese ins Bewusstsein treten zu lassen. Im Kapitel Kunst-Religion ist demnach eine Entwicklung vom sittlichen-allgemeinen Bewusstsein hin zum Erkennen der Bedeutung des Einzelnen und dessen Individualitaet nachzuvollziehen, und zwar anhand einer systematischen Abfolge von Kunstgattungen ? Skulptur, Gesang, Epos, Tragoedie und Komoedie. Daraus laesst sich auch fuer die Kunst ableiten, dass ein Hinausgehen ueber die ideale Einheit auch aus aesthetischen Gruenden notwendig ist. Waehrend dies den zweiten Teil der Arbeit bildet, zeigt die Autorin im ersten auf, dass sich am Ende des Vernunftabschnitts im Unterkapitel ≫Das geistige Thierreich und der Betrug, oder die Sache selbst≪ das allgemeine Bewusstsein des Geistes aus der Kritik an der dort dargestellten Vorstellung von absoluter Individualitaet entwickelt. Herausgearbeitet wird hier, dass Hegel Individualitaet ueberhaupt mit ≫Thun≪ gleichsetzt, sodass die jeweils besondere Bestimmung der Individualitaet erst aus einem im Tun entstehenden Wechselspiel zwischen angeborenen Eigenschaften und sozialer Wirklichkeit erfolgt. Aber nicht nur der Einzelne bestimmt und erfaehrt sich durch sein Handeln, auch die Gemeinschaft sowie deren Bewusstsein, der Geist, gruendet im ≫Thun Aller≪. Im geistigen Tierreich wird zwar diese Basis des Geistes ? das Tun interagierender Individuen ? en detail dargelegt, aber ein geistiges Bewusstsein tritt lediglich als Desiderat auf. Mithin fehlt es auch an einem Medium der Reflexion. Letzteres stellt den Zusammenhang zur Kunst bzw. zur Kunst-Religion her. Im Kunstwerk reflektiert sich nicht nur das Kuenstlerindividuum, sondern gleichfalls die soziale Wirklichkeit, durch die auch der Kuenstler bis in seine Individualitaet hinein bestimmt ist. Durch den Fokus auf die Kunst-Religion und das geistige Tierreich wird in dieser Studie der Zusammenhang zwischen individuellem Tun, dem Kollektiv handelnder Individuen und Kunst herausgestellt. Dabei wird ausgehend vom hegelschen Text sowohl die Vermittlung zwischen dem Einzelnen und der sittlichen Allgemeinheit als auch die substantielle Bestimmung der Kunst diskutiert.