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Amnestielobbyismus fuer NS-Verbrecher

Amnestielobbyismus fuer NS-Verbrecher : Der Heidelberger Juristenkreis und die alliierte Justiz 1949-1955.

・ISBN 978-3-8353-5602-3 Geb. EUR 44.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-8353-8594-8

著者・編者Glahé, Philipp,
出版社(Wallstein Vlg., GW)
出版年月2024.05
ページ数480 S.
言語GER
ニュース番号<716-2186 716-670>

解説

Ueber eine politisch hoechst heterogene Lobbyvereinigung, die sich mit Erfolg fuer die Strafbefreiung verurteilter deutscher NS-Taeter eingesetzt hat Vor dem 1945 von den Alliierten ins Leben gerufenen Internationalen Militaertribunal in Nuernberg musste sich erstmals in der Geschichte eine Staatsfuehrung fuer einen von ihr begonnenen Krieg und von ihr begangene Verbrechen verantworten. Bis 1949 wurden von westalliierten Gerichten circa 5.000 Kriegs- und NS-Verbrecher verurteilt. Die Verfahren trafen in der deutschen Bevoelkerung, insbesondere bei den Eliten, auf Ablehnung. Einer der einflussreichsten, jedoch gaenzlich im Verborgenen wirkenden Kritiker der alliierten Justiz war der Heidelberger Juristenkreis. Die von 1949 bis 1955 aktive Lobbygruppe unter der Leitung des Heidelberger Professors und CDU-Politikers Eduard Wahl umfasste bis zu 60 fuehrende Juristen aus Wissenschaft, Anwaltschaft, Politik, Kirchen, Justiz und Ministerialbuerokratie. Politisch und biografisch gab es grosse Graeben zwischen den Mitgliedern, fanden sich doch gleichermassen Opfer und Gegner des Nationalsozialismus, ebenso ≫Mitlaeufer≪ wie ueberzeugte Rechtsradikale in die Vereinigung ein. Philipp Glahe vollzieht nach, wie und warum der Kreis trotz aller inneren Widersprueche massgeblich an der Begnadigung nahezu saemtlicher in alliierter Haft befindlicher deutscher NS-Taeter bis 1958 mitwirkte.