株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Oesterreich und die deutsche Frage 1987 - 1990: Vom Honecker-Besuch in Bonn bis zur Einheit.
商品詳細
Oesterreich und die deutsche Frage 1987 - 1990: Vom Honecker-Besuch in Bonn bis zur Einheit.
・ISBN 978-3-525-35587-9 Geb. EUR 95.00
¥25,393.- (税込) ※(※)価格はご注文時の参考価格となります。
納品価格につきましては書籍の入荷時点で確定となります。
版元の原価改定、外国為替の変動等により異なる場合がございますので、予めご了承下さい。
お気に入り
★★★
| 著者・編者 | Gehler, Michael / Graf, M. (Hrsg.), |
|---|---|
| 出版社 | (Vandenhoeck, GW) |
| 出版年月 | 2018 |
| ページ数 | 790 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <649-L1565 649-L1632> |
解説
Der >>Mauerfall<< brachte die Frage der >>Wiedervereinigung<< ueberraschend rasch zurueck auf die Tagesordnung der internationalen Politik. Dies galt auch fuer die oesterreichische Diplomatie und Politik, wie die 180 in dieser Edition erstmals veroeffentlichten Dokumente zeigen. Das Verhaeltnis des neutralen Landes zu beiden deutschen Staaten hatte sich von 1949 bis 1989/90 kontinuierlich entwickelt. Zur Bundesrepublik bestanden aufgrund des Aussenhandels und der Westorientierung OEsterreichs weit engere und intensivere wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen. Abwartend und weit weniger intensiv war das Verhaeltnis zum ostdeutschen Staat. Nichtsdestotrotz waren die Kontakte zur DDR nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1972 von schrittweiser Normalisierung, wechselseitiger Besuchsdiplomatie und gut entwickelten Wirtschaftsbeziehungen gekennzeichnet, die allerdings hinter der Staerke von jenen mit der Bundesrepublik zurueckblieben. OEsterreich verfolgte in dieser Zeit als kritischer Beobachter aufmerksam die deutsche-deutsche Entwicklung und analysierte ihre Folgen fuer Europa. Die deutsche Teilung schien mit dem Honecker-Besuch in Bonn 1987 verfestigt, mit der Anerkennung der DDR als scheinbar souveraener Staat schien der SED-Generalsekretaer auf dem Hoehepunkt seiner Macht angelangt und die deutsche Frage definitiv beantwortet. Trotz des von Michail Gorbatschow ausgeloesten Wandels wirkte das ostdeutsche Regime stabil. Der Schein trog jedoch. Der revolutionaere Umbruch in der DDR ging 1989 schliesslich so rasch vonstatten, dass sich die deutsche Einheit im Herbst des Folgejahres auch fuer das genau beobachtende OEsterreich teilweise schneller vollzog als es vorher noch zu erwarten war. Nichtsdestotrotz hatte OEsterreichs Mitwirken an der Massenflucht der Ostdeutschen via Ungarn im Spaetsommer 1989 wesentlich zum Zusammenbruch des SED-Regimes beigetragen. Die >>friedliche Revolution<< wurde von der oesterreichischen Politik begruesst, die Haltung zur deutschen Frage war jedoch ambivalent. Waehrend Bundeskanzler Franz Vranitzky zunaechst von einem Fortbestand der DDR ausging und Besuchskontakte pflegte, befuerwortete Aussenminister Alois Mock die deutsche Einheit von Anfang an. Je deutlicher sich die Vereinigung abzeichnete, desto einhelliger wurde die oesterreichische Unterstuetzung. Dies stand in direktem Zusammenhang mit dem 1989 in Bruessel gestellten Beitrittsgesuch zu den Europaeischen Gemeinschaften, dass sich rasch im Schatten der der deutschen Frage wiederfand. Auf dem Weg zum gemeinschaftlichen Europa setzte Wien auf deutschen Beistand.