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Ein geschichtlicher Abriss des kontinentaleuropäischen Zivilprozesses

Ein geschichtlicher Abriss des kontinentaleuropäischen Zivilprozesses : In ausgewählten Kapiteln. K.W.ネル著 大陸ヨーロッパの民事訴訟の歴史要説

・ISBN 978-3-16-154258-9 Ln. EUR 74.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 9783161675188
著者・編者Nörr, Knut Wolfgang,
シリーズTübinger Rechtswissenschaftliche Abhandlungen
出版社(Mohr, GW)
出版年月2015
ページ数190 S.
言語GER
ニュース番号<629-1204 629-L1008>

解説

Wenn sich Theoretiker und Praktiker des Zivilprozessrechts aus verschiedenen europaeischen Nationen ohne grosse Muehe fachlich verstaendigen koennen, so geht dies auf das gemeinsame Erbe im gelehrten Prozessrecht des Mittelalters zurueck, das wiederum auf dem roemischen Recht aufbaut. Aus Texten unterschiedlichster Herkunft und Natur entstanden ueber mehrere Entwicklungsstufen allmaehlich vier Verfahrensordnungen (Legisaktionenverfahren, Formularprozess, klassischer Kognitionsprozess, Verfahren in nachklassischer Zeit), deren Verstaendnis fuer das heutige Zivilprozessrecht in Europa entscheidend ist. Knut Wolfgang Noerr behandelt tragende Rechtsinstitute und Verfahrensgrundsaetze in bedeutenden Varianten dieser Prozessordnungen der europaeischen Geschichte. Behandelt werden das roemische Formularverfahren, der romanisch-kanonische Prozess, die preussisch-friderizianische Gesetzgebung, der franzoesische Code de Procedure civile, die Genfer Loi sur la Procedure civile von 1819 mit ihrem Verfasser Bellot, die Prozessrechtswissenschaft im 19. Jahrhundert, die Reichszivilprozessordnung von 1877 sowie die oesterreichische Zivilprozessordnung von 1895 mit ihrem Verfasser Franz Klein. Im Einzelnen geht es um Probleme, die in der deutschen und italienischen Prozessrechtswissenschaft unter dem Stichwort der Prozessmaximen behandelt werden, insbesondere das Spannungsverhaeltnis von Verhandlungs- und Untersuchungsmaxime sowie Dispositions- und Offizialmaxime. Was die Rechtsmittel angeht, handelt es sich insbesondere um die Frage, ob es in der zweiten Instanz nur um Rechtsfragen geht oder ob auch die Tatsachenseite neu verhandelt wird. Die vergleichende Gesamtschau dieser Fragen liefert eine historische Grundlegung fuer aktuelle wissenschaftliche Schluesselfragen des Zivilverfahrens in Europa.