株式会社極東書店トップ商品一覧Zeitenwenden? : Der "neue" und der "alte" Kalte Krieg. Eine Flugschrift.

商品詳細

Zeitenwenden?

Zeitenwenden? : Der "neue" und der "alte" Kalte Krieg. Eine Flugschrift. F.デッペ著 時代の転換?-『新しく』て『古い』冷戦

・ISBN 978-3-96488-197-7 Brosch. EUR 14.80

¥3,955.- (税込) (※)価格はご注文時の参考価格となります。
納品価格につきましては書籍の入荷時点で確定となります。
版元の原価改定、外国為替の変動等により異なる場合がございますので、予めご了承下さい。

お気に入り
著者・編者Deppe, Frank,
出版社(VSA, GW)
出版年月2023.11
ページ数96 S.
言語GER
ニュース番号<710-702 710-768>

解説

Der ≫alte≪ Kalte Krieg nahm nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Fahrt auf, als die Anti-Hitler-Koalition zerfiel und sich zwei Bloecke (militaerische, oekonomische, ideologische Buendnissysteme zwischen Staaten mit einer eindeutigen Fuehrungsmacht) herausbildeten. Die Systemgrenze verlief auf deutschem Boden, wo die BRD und die DDR mit ihren jeweiligen Schutzmaechten und Buendnispartnern aus NATO und Warschauer Pakt sich gegenueberstanden. Berlin war ein Hotspot: Dass sich z.B. im August 1961 nach dem Mauerbau am Checkpoint Charly US-amerikanische und sowjetische Panzer einander gegenueberstanden, war von hoher symbolischer Bedeutung. Eine der Hintergruende dafuer, dass nicht nur im Westen Deutschlands, sondern auch in anderen Laendern viele Menschen in der Systemkonfrontation und der ideologischen Schlacht zwischen West und Ost, zu den USA hielten, war der sich verstetigende wirtschaftliche Aufschwung in den kapitalistischen Metropolen. Die USA stellten im Rahmen des Marshallplanes ab 1948 Kredite und Lieferungen von Waren, Rohstoffen und Lebensmitteln fuer den Wiederaufbau Europas zur Verfuegung - eine kluge Entscheidung, die die Fehler des Vertrages von Versailles am Ende des Ersten Krieges vermeiden sollte, aber gleichzeitig die US-amerikanische Fuehrungsrolle in Europa in Konfrontation mit der Sowjetunion festigte. Der ≫alte≪ Kalte Krieg endete 1991, als die Sowjetunion und nach ihr die sozialistischen Staaten in Mittel- und Ost- bzw. Suedosteuropa zusammenbrachen. Diverse interne Konflikte, die damit in diesen postsozialistischen Laendern aufbrachen, wurden zunaechst eingefroren, brechen inzwischen jedoch wieder auf. Der ≫neue≪ Kalte Krieg, der aktuell in den Parolen wie ≫Imperialismus zurueck in Europa≪ (Scholz zum Ukraine-Krieg) oder ≫systemischer Konkurrent und Rivale China≪ (Annalena Baerbock) ausgetragen wird, schliesst an den ≫alten≪ an. Aber es muessen die Unterschiede in den Blick genommen werden, denn u.a. mit den BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Suedafrika) mischen inzwischen wirtschaftsstarke Staaten in der Weltwirtschaft mit, die die bisherigen Hegemoniekonstellationen nicht akzeptieren. Auch deshalb eroeffneten die US-Praesident Barack Obama und Donald Trump mit Strafzoellen und Wirtschaftssanktionen einen ≫Wirtschaftskrieg≪ gegen China, den auch die Demokraten unter Joe Biden fortsetzen und zuspitzen. Haben wir es also mit einem Epochenbruch zu tun, der mit komplett anderen Verwerfungen der Weltoekonomie zurechtkommen muss als nach 1945? Was bedeutet es, wenn wir diesmal keinen Sieger wie im ≫alten≪ Kalten Krieg sehen? Und was heisst das fuer die progressiven Kraefte hier und in aller Welt?