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商品詳細
Roechling-Rochaden : Die Bundesregierung, das Saarland und der franzoesische Anspruch auf Kontrolle der Voelklinger Eisen- und Stahlwerke in der Nachkriegszeit (1945/49-1956).
・ISBN 978-3-339-13534-6 Brosch. EUR 149.80
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| 著者・編者 | Elzer, Herbert, |
|---|---|
| シリーズ | Studien zur Zeitgeschichte |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2023.08 |
| ページ数 | 678 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <710-1437 710-339> |
解説
Die auch als Industriedenkmal beeindruckenden Roechling’schen Eisen- und Stahlwerke in Voelklingen feiern ihr 150jaehriges Jubilaeum. Eine der spannendsten Episoden in der Geschichte des heutigen UNESCO Weltkulturerbes Voelklinger Huette ist die elfjaehrige franzoesische Zwangsverwaltung von 1945 bis 1956. Nach dem Wirtschaftsanschluss der Saar an Frankreich 1946 versuchte Paris, die Roechlings von ihrem Besitz zu verdraengen. Die traditionell deutsche Ausrichtung dieser Familie war dafuer massgeblich. Bundeskanzler Adenauer strebte zwar eine deutsch-franzoesische Verstaendigung an, verfolgte aber die Ambitionen des Nachbarn im vermeintlich autonomen Saarland mit Unbehagen. Die Schwerindustrie besass dabei grosse Bedeutung. Frankreich wollte sich mit strittigen Reparationsanspruechen einen Besitztitel auf die RESW verschaffen. Welche Gegenzuege deutscherseits unternommen wurden, wird in diesem Buch erstmals exakt rekonstruiert. Der Fokus liegt auf dem Verhalten der verschiedenen Bundesministerien, die zwischen Unterstuetzung der Roechlings und Ausgleich mit Frankreich lavierten, aber auch finanzielle und industriepolitische Bedenken hegten. Das laehmte die erwogene Hilfe fuer die Familie. Im Saarland genossen die Roechlings breiten Rueckhalt bis hinein in die profranzoesisch ausgerichtete Regierung Hoffmann. Der Streit um die RESW blieb bis 1955 in der Schwebe und gefaehrdete sogar die ausgehandelte Souveraenitaet der Bundesrepublik und ihren Beitritt zur NATO. Ein bilaterales Abkommen vom 3. Mai 1955 sah den Kauf von jeweils 50% der Anteile an den RESW durch die Bundesrepublik und Frankreich vor, was die Roechlings widerwillig akzeptierten. Nach dem Scheitern des sog. Europaeischen Saarstatuts in der Volksbefragung am 23. Oktober 1955 verlor Paris das Interesse an den RESW und stimmte gegen Entschaedigung der Rueckkehr der Eigentuemerfamilie zu. Am 28. November 1956 uebernahm Ernst Roechling unter dem Jubel der Belegschaft wieder das Zepter.