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商品詳細
Christine de Pizan : Familie, Herkunft und sozialer Hintergrund.
・ISBN 978-3-339-13560-5 Brosch. EUR 78.80
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★★★
| 著者・編者 | Wandruszka, Nikolai, |
|---|---|
| シリーズ | Studien zur Geschichtsforschung des Mittelalters |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2023.08 |
| ページ数 | 244 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <710-1402> |
解説
Christine de Pizan (1365-1429) ist als mittelalterliche Dichterin in Paris inzwischen weltbekannt. Geboren in Venedig, stammt die Familie ihres Vaters, einem renommierten Astrologen am franzoesischen Koenigshof urspruenglich aus Pizzano bei Bologna. Untersucht wird ihre eigene Familie und ihre Herkunftsfamilie unter den Gesichtspunkten des Haushaltes, der Familienstruktur und groessererer Verwandschaftsverbaende (Klan, Lignage). Dazu werden die Methoden der historischen Familienforschung genutzt, konkret Prosopographie, Genealogie und Anthroponymie. Ziel ist die soziale Einordnung der Herkunftsfamilie in die mittelalterliche Gesellschaft in Stadt und Umland (Contado) von Bologna. Soziale und geographische Mobilitaet, wirtschaftliches Wachstum staedtischer Zentren werden an der Entwicklung des ?Klans“ der de Pizzano beleuchtet: von laendlichen Grundbesitzern zu Landadeligen wie auch zu Stadtbuergern, die man als Mitglieder eines Proto-Patriziates bezeichnen kann. In den Blick kommt somit das Inurbamento laendlicher Adelsschichten in die Stadt, inbesondere der Capitane und ihre teilweise Integration in neue staedtische Eliten: von den Milites und Magnaten des 13. Jh. bis zum paepstlichen Patriziat des 15./16. Jh. Damit kann die Relevanz von Christines sprachlicher, nationaler und sozialer Herkunft auf Teile ihres Werkes geprueft werden. So wird etwa Christines Geschichte von Novella, Tochter eines bolognesischen Rechtsgelehrten, die ihren Vater bei dessen Vorlesungen vertreten haben soll, auf Realitaet bzw. Fiktionalitaet ueberprueft. Neben den realen Anteilen dieser Geschichte ergibt sich auch, dass schon Christines Vater diese Geschichte zur Verteidigung gegen frauenfeindliche Aeusserungen erzaehlt hat. Dies wirft ein neues Licht auf Christines Kampf gegen die Misogynie: sie kannte das Argument schon aus ihrem Elternhaus. Ihr Vater erscheint nicht nur allgemein als Foerderer der Bildung seiner Tochter, sondern auch als ein Mann, der diese neuen Ideen durchaus selbst vertrat und mit seiner Tochter teilte.