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Kuradministration, Luthertum und Territorium

Kuradministration, Luthertum und Territorium : Staats- und Kirchenbildung in Kursachsen am Ende des Reformationsjahrhunderts.

・ISBN 978-3-515-13417-0 Geb. EUR 122.00

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著者・編者Kusche, Sebastian,
シリーズQuellen und Forschungen zur sächsischen und mitteldeutschen Geschichte
出版社(F. Steiner, GW)
出版年月2023.01
ページ数737 S.
言語GER
ニュース番号<710-129 710-1438>

解説

Als der saechsische Kurfuerst Christian I. im September 1591 unerwartet starb, waren dessen Soehne zu jung fuer eine selbststaendige Regierungsuebernahme. Der Ausfall der Landesherren machte die Organisation des verzoegerten Herrschaftsuebergangs erforderlich. Ausgerechnet Fuersten konkurrierender Haeuser sollten diesen absichern helfen. Die Zeit der saechsischen Kuradministration begann mit Tumulten, erlebte gewalttaetige Ausschreitungen, wurde von krisenhafter Unruhe erschuettert und endete mit einer Aufsehen erregenden Hinrichtung. Fruehmoderne Territorialstaatsbildung und ?konfessionalisierte? Kirchenbildung praegten das Ende des langen Reformationsjahrhunderts auf konflikthafte Weise. Kursachsen erfuhr durch gewaltsame Klaerungen eine bemerkenswerte Konsolidierung. Lutherische Konfessionskultur, adlig-landstaendischer Korporatismus und eine Professionalisierung der Verwaltung fuehrten eines der einflussreichsten Territorien des Reiches in eine charakteristische Position im Vorfeld des Dreissigjaehrigen Krieges. Die Studie analysiert neben den Ereignissen in Kursachsen das Phaenomen der Vormundschafts- und Kuradministrationsregierungen im Reich im 16. Jahrhundert. Der Ausfall eines Repraesentanten und Subjekts fruehmoderner Territorialstaatlichkeit legte deren Strukturen und Praktiken offen. Die spezifische Herrschaftsorganisation, das Verhaeltnis von Fuerst und Landstaenden, die Auswirkungen auf die Kirchen- und Reichspolitik werden untersucht. Auf der Grundlage einer quantitativen wie qualitativen Auswertung der Sekundaerliteratur werden Prolegomena zu einer Typologie der Vormundschaftsregierung im 16. Jahrhundert vorgeschlagen.