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商品詳細
Verstorbenen-fokussierte Trauerbewaeltigung: Ein alternativer Ansatz. 1. Aufl. 2023
・ISBN 978-3-031-42079-5 hard EUR 102.79
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| 著者・編者 | Eyetsemitan, Frank E., |
|---|---|
| 出版社 | (Springer International Publishing AG, SZ) |
| 出版年月 | 2023 |
| ページ数 | 259 pp. |
| 言語 | ENG |
| ニュース番号 | <A01-79922> |
解説
Herkoemmliche Trauermodelle konzentrieren sich auf die Hinterbliebenen, einschliesslich der Massnahmen, die sie ergreifen muessen, um nach dem Tod eines geliebten Menschen wieder zur Normalitaet zurueckzukehren. Dieses Buch schlaegt vor, dass es im Trauerprozess hilfreich sein kann, sich stattdessen auf den Verstorbenen zu konzentrieren. Die Forschung weist auf die Vorteile altruistischer Handlungen und Gedanken hin, einschliesslich der Verbesserung der Stimmung. Altruistische Handlungen und Gedanken koennen auch auf den Verstorbenen ausgedehnt werden, der im Tod ebenfalls einen Verlust erlitten hat. Indem man die Perspektive des Verstorbenen einnimmt und ihm gegenueber empathisch ist, kommt es zu einer "Reaktionsverschiebung", die bei den Hinterbliebenen zu einer Verbesserung der Stimmung und zu Glueck fuehren kann. Das Buch enthaelt Leitlinien fuer dieses alternative Trauermodell beim Tod eines Kindes, eines Teenagers, eines Ehepartners/Partners und eines Geschwisters sowie bei mehreren Todesfaellen und bei anhaltender Trauererfahrung unter anderem. Auf der Grundlage von Motivationsprinzipien wird auch ein Arbeitsbuch zur UEberwachung der Fortschritte bei der Trauerbewaeltigung bereitgestellt. Zu jedem Kapitel gibt es Verstaendnisfragen und zusaetzliche Lektuere, die dem Leser helfen, das jeweilige Thema zu vertiefen.
Dieses Buch eignet sich fuer Lehrveranstaltungen zum Thema Tod, Sterben und Trauer, fuer Angehoerige der Gesundheitsberufe und Trauerberater sowie fuer Wissenschaftler, die sich mit Tod, Sterben und Trauer in verschiedenen Bereichen wie Psychologie, Soziologie, Sozialarbeit, oeffentliches Gesundheitswesen und Religion beschaeftigen.
Die meisten Trauermodelle konzentrieren sich auf die Hinterbliebenen, einschliesslich der Massnahmen, die der UEberlebende ergreifen muss, um nach einem Verlust wieder zur Normalitaet zurueckzufinden. Im Trauerprozess kann es jedoch hilfreich sein, die Aufmerksamkeit stattdessen auf den Verstorbenen zu lenken. Indemdie Hinterbliebenen Dinge tun, die sie als angenehm fuer den Verstorbenen empfinden, koennen sie im Gegenzug Heilung und Zufriedenheit erfahren.
Lisa Farino (2010) stellt fest, dass es nicht an Forschungsergebnissen mangelt, die auf die positiven Auswirkungen der Konzentration auf andere hinweisen. In einer Studie von Carolyn Schwartz und Rabbi Meir Sendor (1999) wurden Laien, die an einer chronischen Krankheit litten, darin geschult, anderen, die dieselbe Krankheit hatten, mitfuehlende, bedingungslose Zuwendung zukommen zu lassen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Geber von Fuersorge und Mitgefuehl ueber eine bessere Lebensqualitaet berichteten als die Empfaenger von Fuersorge und Mitgefuehl, obwohl sowohl die Geber als auch die Empfaenger dieselbe Krankheit hatten. Die Geber zeigten tiefgreifende Verbesserungen in Bezug auf Selbstvertrauen, Selbstwahrnehmung, Selbstwertgefuehl, Depression und Rollenverhalten. Die Forscher betonten die positive Bedeutung der "Reaktionsverschiebung" (die Verschiebung interner Standards, Werte und Konzeptdefinitionen von Gesundheit und Wohlbefinden) im Umgang mit der eigenen Notlage. Farino (2010) merkt an, dass diese Forschung von grosser Bedeutung ist, da in der westlichen Kultur die UEberzeugung vorherrscht, dass man sich gluecklich fuehlt, wenn man etwas fuer sich selbst bekommt.
Die Vorstellung, dass "Geben besser ist als Nehmen", hat einen biologischen Ursprung. Mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) konnten Forscher einen Zusammenhang zwischen Gehirnaktivitaet und Geben nachweisen. Bei Menschen, die freiwillig und fuer einen guten Zweck gaben, wurde der Teil des Gehirns, der fuer Freude und Glueck zustaendig ist, staerker aktiviert (z. B. Harbaugh, Mayr & Burghart, 2007).
Studien zeigen, dass etwa 7 % der US-Bevoelkerung an einer komplizierten oder lang anhaltenden Trauerstoerung leiden (z. B. Kersting et al., 2011). Dabei handelt es sich um anhaltende Trauer, die nicht abklingt, und viele Eltern neigen dazu, dies nach dem Verlust eines Kindes zu erleben. In ihrer Studie fanden Catherine Rogers und Kollegen (2008) heraus, dass trauernde Eltern fast 20 Jahre nach dem Verlust eines Kindes ueber mehr depressive Symptome, ein schlechteres Wohlbefinden und mehr Gesundheitsprobleme berichten.
Hinterbliebene zeigen sich in der Regel besorgt darueber, wie sich ihre verstorbenen Angehoerigen vor dem Tod gefuehlt haben und ob sie im Jenseits gluecklich waren oder nicht (z. B. Eyetsemitan & Eggleston, 2002). In einer Studie wurde berichtet, dass die Befragten bei der Beschreibung der Gesichter von Verstorbenen emotionsdiskrete Begriffe wie traurig, gluecklich oder wuetend verwendeten. Die Forscher vermuteten, dass der wahrgenommene emotionale Zustand eines verstorbenen geliebten Menschen Auswirkungen auf den Trauerverlauf des Hinterbliebenen haben koennte (z. B. Eyetsemitan & Eggleston, 2002).
Das Trauermodell, das stattdessen den Verstorbenen in den Mittelpunkt stellt, bietet eine Alternative zu den bestehenden Trauermodellen, um den UEberlebenden bei der Bewaeltigung des Verlustes zu helfen.