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Aramaeisch

Aramaeisch : Weltsprache des Altertums.

・ISBN 978-3-406-79348-6 Ln. EUR 36.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-406-79350-9

著者・編者Gzella, Holger,
シリーズHistorische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
出版社(Beck, GW)
出版年月2023.02
ページ数480 S.
言語GER
ニュース番号<698-1139 698-1189>

解説

Die aramaeische Sprache ist ein Wunder: Ganz ohne militaerische Eroberungen wurde sie im ersten Jahrtausend v.Chr. zur Verwaltungssprache des persischen Grossreichs und damit zur ersten Weltsprache ueberhaupt. Holger Gzella erklaert anschaulich, warum sich Sprache und Schrift eines politisch unbedeutenden Territoriums durchsetzten und wie es zu einem zweiten Wunder kam: In der Weltsprache Aramaeisch wurden Schriften mit einer universalen Botschaft verfasst, die aus lokalen Kulten die ersten Weltreligionen machten. Das Aramaeische war ueber tausend Jahre lang die Lingua franca zwischen Indus und Nil, ja mehr noch: Durch maechtige Netzwerke von Beamten und Schreibern praegte es Politik, Recht, Literatur und Religion der Alten Welt. Wichtige Teile des Alten Testaments sind auf Aramaeisch geschrieben, Jesu Muttersprache war Aramaeisch, das rabbinische Judentum war zum grossen Teil aramaeischsprachig, und die orientalischen Kirchen sind (teils bis heute) ohne das Aramaeische als Literatur- und Liturgiesprache nicht zu denken. Im 7. Jahrhundert schliesslich wurde das Aramaeische vom Arabischen, der Sprache des Korans, als Leitsprache des Orients abgeloest. Die aramaeische Sprache ist in Forschung und oeffentlicher Wahrnehmung zu Unrecht ins Abseits geraten. Holger Gzellas faszinierende Gesamtdarstellung bringt ein ?vergessenes Weltreich“ zum Vorschein, das in den Weltreligionen bis heute weiterlebt.