株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Aufbruch in die "Heimat des Proletariats" : Tiroler in der Sowjetunion 1922-1938.
商品詳細
解説
Annaehernd 80.000 OesterreicherInnen entschlossen sich in der Zwischenkriegszeit, ihre Heimat zu verlassen. Mehr als 3.000 davon fuehrte die Suche nach Arbeit und Verdienst in die Sowjetunion. Ehemalige in russische Kriegsgefangenschaft geratene Soldaten der k.u.k. Armee blieben im Land oder kehrten nach ihrer Entlassung dorthin zurueck, andere beteiligten sich an (meist kurzlebigen) in Oesterreich beworbenen Siedlungsprojekten. Ende der 1920er Jahre verstaerkte die Sowjetunion erfolgreich ihre Bemuehungen um eine Rekrutierung von westlichen Facharbeitern und Ingenieuren. Am Hoehepunkt der Weltwirtschaftskrise war das Angebot eines gesicherten Einkommens auch fuer viele Oesterreicher attraktiv. Neben wirtschaftlichen Motiven stand die von europaeischen Intellektuellen mitgetragene Begeisterung fuer das sozialistische Experiment. Unter den Auswanderern und Politemigranten ? und am Ende Opfern des Stalinschen Terrors ? waren auch Tiroler. Ihren Spuren wird in der vorliegenden Studie nachgegangen. Sie verfolgt die Lebenswege des Schriftstellers Thomas Moser aus Erl und des Stubaier Bauern Josef Hofer, der es zum Buergermeister einer sibirischen Kleinstadt brachte, ebenso wie die des Innsbrucker Sozialdemokraten Otto Deschmann, des Chemiestudenten Emmerich Uebleis oder des Leninschuelers Romed Pucher. Ausfuehrlich dargestellt werden die Folgen der Februarkaempfe 1934 im Raum Woergl anhand des gut dokumentierten Schicksals der Familie Sappl.