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Die Ueberlebenden vor Gericht

Die Ueberlebenden vor Gericht : Auschwitz-Haeftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950-1976). 2., durchgesehene Aufl.

・ISBN 978-3-525-31741-9 Geb. EUR 70.00

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著者・編者Stengel, Katharina,
シリーズSchriften des Dubnow-Instituts
出版社(Vandenhoeck, GW)
出版年月2023.03
ページ数548 S.
言語GER
ニュース番号<705-1625 705-541>

解説

Die NS-Prozesse in der Bundesrepublik waren ein Forum, in dem bereits in der fruehen Nachkriegszeit die Verbrechen des Nationalsozialismus verhandelt wurden. Dabei hatten die Holocaust-Ueberlebenden und ehemaligen KZ-Haeftlinge als Zeugen eine besonders kontroverse Aufgabe, die von der Forschung jedoch bislang kaum beachtet wurde. Vielfach lag es allein an ihnen, mit ihren Berichten die Angeklagten zu ueberfuehren. Zugleich waren sie teils massivem Misstrauen der deutschen Justiz ausgesetzt, die die Ueberlebenden fuer zu parteiisch hielt, um objektive Einschaetzungen abzugeben. Die Befragungen und die Konfrontation mit den Taetern stellten zudem eine hohe Belastung dar. Dennoch sagten Tausende Ueberlebende aus freien Stuecken aus und nahmen die Strapazen auf sich, um die strafrechtliche Verfolgung der Verbrechen voranzubringen. Am Beispiel von vier Auschwitz-Prozessen aus drei Jahrzehnten untersucht Katharina Stengel, welche Bedeutung die Opfer fuer die NS-Prozesse hatten, wie die Juristen mit ihnen und ihren unfassbaren Berichten umgingen, wie die Zeuginnen und Zeugen selbst vor Gericht agierten, welche Anliegen sie verfolgten und welche Schluesse sie aus ihren Erfahrungen zogen.