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Epoche und Alteritaet: Invarianten des Epoche-Vollzugs und der Weg in eine enthaltende Haltung.

Epoche und Alteritaet: Invarianten des Epoche-Vollzugs und der Weg in eine enthaltende Haltung.

・ISBN 978-3-8260-7258-1 Brosch. EUR 58.00

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著者・編者Sitsch, Marius,
シリーズOrbis Phaenomenologicus Studien
出版社(Koenigshausen & Neumann, GW)
出版年月2023
ページ数392 pp.
言語ENG
ニュース番号<100-6333>

解説

Die vorliegende Studie fragt nach der Verbindung von Epoche und Alteritaet. Um die existen-tielle Erfahrung zutage zu foerdern, die dem Epoche-Vollzug zugrunde liegt, wird in Anleh-nung an die eidetische Variation und die Einfuehlung eine Methode entwickelt, die aus dem Durchlaufen von sechs Beispielen besteht: die Epoche in der antiken Skepsis, die Praxis von Samatha und Vipassana und das Erlebnis des Erwachens (bodhi) im Buddhismus, die Nach-denklichkeit bei Hans Blumenberg, die Epoche bei Edmund Husserl, die Epoche bei Natalie Depraz, Pierre Vermersch und Franciso Varela und die Epoche bei Hans Rainer Sepp. Nach diesem Durchlauf zeigen sich die Beispiele als Varianten einer Geste, wobei zwischen dieser und der Alteritaet eine enge Verbindung hervortritt: In der Begegnung mit radikaler Andersar- tigkeit liegt das ausloesende Moment der Epoche und diese ermoeglicht eine besondere Haltung gegenueber der Alteritaet. Zur weiteren Vertiefung werden in Anlehnung an die Oikologie Sepps die leibliche Verortung der menschlichen Existenz und ihr grundsaetzliches Verhaeltnis zur Alteritaet im Lichte des Epo-che-Geschehens analysiert. Thematisch wird hier die Alteritaet als Andersartigkeit des Undurchdringlichen, mit dem die menschliche Existenz konfrontiert ist, als eigene Andersartig-keit, als Andersartigkeit des Anderen und, im Hinblick auf das religioese Erlebnis als Form der Epoche, als Andersartigkeit des absolut Anderen. Im Anschluss an Emmanuel Levinas’ Kon-zept des Antlitzes wird abschliessend das protoethische Potential der Epoche als Weg in eine enthaltende Haltung aufgezeigt. Denn die Praxis der Epoche ermoeglicht es, dem Anderen zu begegnen, ohne ihn zu assimilieren oder sich selbst anzupassen und im Anderen zu verlieren oder sich schlicht in sich selbst zurueckzuziehen.