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Die Rezeption der laesio enormis in den Stadt- und Landrechten

Die Rezeption der laesio enormis in den Stadt- und Landrechten : Vertragsgerechtigkeit im Spaetmittelalter und der Fruehen Neuzeit.

・ISBN 978-3-412-52615-3 Geb. EUR 85.00

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著者・編者Ulbricht, Johannes,
シリーズForschungen zur deutschen Rechtsgeschichte
出版社(Boehlau, GW)
出版年月2022.10
ページ数452 S.
言語GER
ニュース番号<697-475>

解説

Schieflagen in vertraglichen Austauschverhaeltnissen sind ein Phaenomen, mit dem sich eine jede Zivilrechtsordnung auseinandersetzen muss: Einem uebermaechtigen Vertragspartner steht ein schwacher gegenueber, sodass die Gefahr besteht, dass der schwache Vertragspartner ausgebeutet wird. In solchen Situationen stellt sich die Frage, ob und in welchem Umfang eine Rechtsordnung Schutzmassnahmen fuer die schwaechere Partei ergreifen moechte. Seit dem 12. Jh. waren sich das roemische und das kanonische Recht genau ueber diese Frage uneins, wie sich bei dem Rechtsinstitut der laesio enormis zeigte. Fuer die einen war sie ein universelles Mittel, unbillige Vertragsverhaeltnisse umfassend zu korrigieren, andere sahen in ihr eine blosse Ausnahmeregelung, deren Anwendung begrenzt werden sollte. Die Stadt- und Landrechte machten sich bis zum 17. Jh. daraus ihren eigenen Reim. Mit der spannenden Geschichte dieses Rezeptionsvorgangs beschaeftigt sich das vorliegende Werk.