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Strafprozess und Dekonstruktion

Strafprozess und Dekonstruktion : Eine Studie zur Anwesenheit des Angeklagten in der Hauptverhandlung.

・ISBN 978-3-16-161814-7 Geb. EUR 109.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-161815-4

著者・編者Romund, Yann,
シリーズStudien und Beiträge zum Strafrecht
出版社(Mohr, GW)
出版年月2023
ページ数350 S.
言語GER
ニュース番号<689-300>

解説

Die Hauptverhandlung wird seit dem Jahr 1879 von den miteinander verwobenen Grundsaetzen der Muendlichkeit, Unmittelbarkeit und Anwesenheit beherrscht. Der Angeklagte hat nicht nur das Recht, sondern grundsaetzlich auch die Pflicht, waehrend der gesamten Hauptverhandlung anwesend zu sein. Keine der bisher vorgebrachten Begruendungen vermag jedoch diesen schweren Grundrechtseingriff zu rechtfertigen. Gibt es tiefere Gruende fuer unser Verlangen nach der Praesenz des Angeklagten? Warum genuegt uns nicht die schriftliche Stellungnahme des Abwesenden oder dessen Vertretung? Ein Brueckenschlag zur Philosophie der Dekonstruktion verspricht uns Antworten auf diese Fragen. Dabei wird deutlich, dass sich das von Jacques Derrida diagnostizierte Ressentiment gegen Schriftlichkeit, Mittelbarkeit und Abwesenheit mit frappierender Aehnlichkeit in der Gestaltung unseres auf Praesenz beruhenden Prozessmodells widerspiegelt. Eine Parallele, bei der es sich nicht um eine Zufaelligkeit handelt.