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Kriegslegitimation in der Fruehen Neuzeit

Kriegslegitimation in der Fruehen Neuzeit : Intervention und Sicherheit waehrend des anglo-spanischen Krieges (1585-1604).

・ISBN 978-3-11-072350-2 Geb. EUR 69.95

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著者・編者Katz, Julian,
シリーズVeröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London / Publications of the German Historical Institute London
出版社(de Gruyter Oldenbourg, GW)
出版年月2021.06
ページ数616 S.
言語GER
ニュース番号<675-1483>

解説

Seit einiger Zeit sind humanitaere Militaereinsaetze verstaerkt im Fokus der Geschichtswissenschaft. Die Frage nach den fruehneuzeitlichen Wurzeln der humanitaeren Intervention ist dabei lange am Rande behandelt worden. Neuere Forschungen zeigen aber, dass militaerische Gewalt zwischen 1500 und 1800 nicht selten mit dem Schutz fremder Untertanen legitimiert wurde. Hier setzt die Studie von Julian Katz an und untersucht mit dem anglo-spanischen Krieg (1585-1604) ein Fallbeispiel, bei dem beide Parteien ihre Kriegsfuehrung als Schutzintervention zugunsten der Untertanen des Gegners rechtfertigten. Die Begruendung der Intervention erfolgte anhand drei wesentlicher argumentativer Kategorien: Sicherheit, Recht und Religion/Konfession. Moeglich wurde dies durch grenzuebergreifende Dynamiken der nachreformatorischen Glaubenskonflikte, die neue Allianzen zwischen Herrschenden und konfessionsverwandten Untertanen anderer Souveraene hervorbrachten. Die Analyse der Entwicklung und Anwendung dieser Rechtfertigungskategorien wirft ein Schlaglicht auf zentrale Normen der politischen Kultur und Maechtebeziehungen im fruehneuzeitlichen Europa und liefert einen wichtigen Beitrag zum Verstaendnis internationaler Politik waehrend des konfessionellen Zeitalters.