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Von der Phaenomenologie zum Realismus

Von der Phaenomenologie zum Realismus : Die Grenzen des Sinns.

・ISBN 978-3-16-161389-0 Geb. EUR 49.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-161390-6

著者・編者Benoist, Jocelyn,
シリーズReality and Hermeneutics / Realität und Hermeneutik
出版社(Mohr, GW)
出版年月2022.05
ページ数200 S.
言語GER
ニュース番号<673-54>

解説

Es gibt keine realistische Phaenomenologie. In dieser gedanklichen Fluchtlinie praesentiert Jocelyn Benoist im vorliegenden Werk die Summe seiner bisherigen Arbeiten, die ihn immer weiter von der Phaenomenologie weggefuehrt haben - hin zu einem kontextuellen Realismus, der die Unhintergehbarkeit des Wirklichen betont: Wirklichkeit ist keine Eigenschaft, die dem Sinnhaften zukommen kann oder nicht. Sie ist vielmehr etwas, das immer schon da ist, das wir je schon haben. Aber dass wir immer schon inmitten des Wirklichen leben, heisst nicht, dass es uns auch immer schon verstaendlich waere. Und dass wir es nicht verstehen, nimmt dem Wirklichen nichts von seiner Realitaet. Die Kategorie der Wirklichkeit als eine des Sinns zu begreifen nimmt der Realitaet vielmehr die Macht, zu ueberraschen und zu enttaeuschen. Dennoch ist es gerade dieses Vorurteil zugunsten des Sinns, das fuer Benoist die Philosophie seit der transzendentalen Wende Kants beherrscht. Seine staerkste Auspraegung hat es dabei in der Phaenomenologie Husserls und Heideggers und deren Rezeption in Frankreich gefunden: Husserls Theorie bewusster Bezugnahme setzt ebenso wie Heideggers Fundamentalontologie die Sinnhaftigkeit des Seins voraus. Aber auch gegen den "neuen Realismus“, den Markus Gabriel in den letzten Jahren entwickelt hat, wendet Benoist ein, dass eine Ontologie der "Sinnfelder" Sein und Sinn leichtfertig engfuehrt. Seine Monographie positioniert sich so nicht nur gegenueber den Klassikern der deutschen Philosophie, sondern erneuert auch den Dialog zwischen der Gegenwartsphilosophie in Frankreich und in Deutschland.