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Aneignungen Luthers und der Reformation

Aneignungen Luthers und der Reformation : Wissenschaftsgeschichtliche Beitraege zum 19.-21. Jahrhundert. Hrsg. von M. Kessler. T.カウフマン著 ルターと宗教改革の習得-19~21世紀の学問史的研究

・ISBN 978-3-16-161336-4 Geb. EUR 124.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-161337-1

著者・編者Kaufmann, Thomas, / Hrsg. von M. Keßler
シリーズChristentum in der modernen Welt
出版社(Mohr, GW)
出版年月2022
ページ数720 S.
言語GER
ニュース番号<673-166 673-1788>

解説

Anhand wissenschaftsgeschichtlicher Schluesselkonstellationen des 19. und 20. Jahrhunderts thematisiert Thomas Kaufmann spezifische Aneignungen Luthers und der Reformation, an denen deutlich wird, dass und inwiefern sich der Protestantismus in unterschiedlichen Phasen seiner neuzeitlichen Geschichte im Verhaeltnis zu den reformatorischen Entwicklungen des 16. Jahrhunderts verstanden und gedeutet hat. Das Verstaendnis Luthers und der Reformation erweist sich vielfach als ein wichtiger Indikator fuer das theologische Selbstverstaendnis einer bestimmten historischen Etappe. Die enge Verbindung der hier vorgestellten Aneignungen etwa auch mit politischen Entwicklungen wird im Kaiserreich, aber auch in der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus deutlich. Einzelne exponierte Repraesentanten der Kirchengeschichtsschreibung wie Adolf von Harnack, Reinhold oder Erich Seeberg, Heinrich Bornkamm oder Ernst Bizer werden in Einzelanalysen vorgestellt. In Bezug auf die fruehe Nachkriegszeit und die Entwicklung der Reformationsgeschichtsschreibung in Westdeutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik erweist sich die Systemkonkurrenz als ein eminent stimulierender Faktor der Forschung. In der aktuellen internationalen Forschung droht der Verlust eines einheitlichen Konzepts von Reformation; dem tritt Thomas Kaufmann mit einem Gegenkonzept entgegen, dass die unabweisbare Bedeutung Luthers und der Auseinandersetzung um ihn im Kontext der europaeischen Diskussionen des frueheren 16. Jahrhunderts aufweist. Eine nachdruecklich zurueckgewiesene Konsequenz der neueren Forschungsdiskussion besteht darin, den Epochencharakter der Reformation infrage zu stellen.