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商品詳細
Selbstbestimmungsrecht im Widerstreit : Von der nationalen Kontroverse zum militaerischen Kraeftemessen: Grenzkonflikt zwischen Deutschoesterreich und der Tschechoslowakei 1918/1919.
・ISBN 978-3-7065-6188-4 Brosch.
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★★★
| 著者・編者 | Reichel, Walter, |
|---|---|
| シリーズ | Mitteilungen des österreichischen Staatsarchivs |
| 出版社 | (Studien Vlg., AU) |
| 出版年月 | 2021.10 |
| ページ数 | 248 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <671-2473 671-2524> |
解説
Das Ende des Ersten Weltkrieges und der Zusammenbruch der Habsburgermonarchie setzten einen Transformationsprozess in Gang, der das Machtgefuege Mitteleuropas nachhaltig veraenderte. Die schon seit laengerem kontrovers diskutierten staatlichen, politischen, gesellschaftlichen und sozialen Fragen wurden vor dem Hintergrund der neuen Machtverhaeltnisse einem tiefgreifenden Veraenderungsprozess unterzogen. Innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne entschied sich die Zukunft von Staaten und Nationalitaeten, unzaehlige individuelle Schicksale sollten davon nachhaltig beeinflusst werden. Die ?Welt von Gestern“, so wie Stefan Zweig sie beschrieben hatte, war endgueltig untergegangen. Binnengrenzen wie im niederoesterreichisch-maehrischen Raum wandelten sich zu Staatsgrenzen, deren Behauptung eindringliche Interessenskonflikte heraufbeschwor. Unter dem Einsatz militaerischer Mittel ? die sich im Vergleich mit den Dimensionen des eben erst zu Ende gegangenen Weltkrieges allerdings als aeusserst bescheiden ausnahmen ? versuchten die deutschoesterreichische und die tschechoslowakische Seite, die Entscheidung ueber die staatliche Zugehoerigkeit Suedmaehrens jedoch moeglichst unblutig vonstattengehen zu lassen. Vor dem Hintergrund der machtpolitischen und militaerischen Konstellation musste der Ausgang dieses Konflikts fuer weitsichtige Zeitgenossen eindeutig sein. Tiefgreifende Demoralisierung, beunruhigende Versorgungsengpaesse, mangelnde politische Stabilitaet, die drohende Furcht vor der erneuten Entfesselung der Kriegsfurie und die Angst vor einer sozialen Revolution hemmten das junge Deutschoesterreich, einen Waffengang gegen den noerdlichen Nachbarn zu unternehmen. Beim Einsatz staatlicher Gewalt verstanden es die Tschechen wiederum, ihren voelkerrechtlichen Status als Siegermacht geschickt auszuspielen, wodurch sie jede Intervention Wiens von Beginn an verunmoeglichten. Die tschechoslowakische Seite hat das politische Momentum ergriffen und war nicht bereit, dieses aus der Hand zu geben.