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Die Buergersprache der Stadt Bielefeld in der Zeit von 1578-1747

Die Buergersprache der Stadt Bielefeld in der Zeit von 1578-1747 : Eine rechtsgeschichtliche Abhandlung ueber ihre Inhalte und Bedeutungen sowie ein Vergleich mit dem Stadtrecht von 1214.

・ISBN 978-3-339-12658-0 Brosch. EUR 129.80

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著者・編者Stockmeier, Mechthild,
シリーズRechtsgeschichtliche Studien
出版社(Kovac, GW)
出版年月2022.01
ページ数454 S.
言語GER
ニュース番号<668-671>

解説

Buergersprachen waren im Mittelalter und der Fruehen Neuzeit rechtliche Normierungen, die aufgrund der Selbstverwaltungsautonomie des staedtischen Rates das Alltagsleben der Stadtbewohner regelten. Sie waren insbesondere in den Hansestaedten zu finden. Sie koennen als Gesetze, Verordnungen oder Satzungen bezeichnet werden und weisen groesstenteils policeyrechtliche Bestimmungen auf. Sie regelten die oeffentliche Sicherheit und Ordnung, Handel und Gewerbe, Lohn- und Dienstbotenangelegenheiten sowie Kleidungs- und Feierfragen. Die Autorin waehlt fuer ihre rechtshistorische Untersuchung die Buergersprache der Stadt Bielefeld in der Grafschaft Ravensberg von 1578. Es ist die erste Analyse der Inhalte und Bedeutungen dieser Buergersprache und auch der erste Vergleich mit dem Stadtrecht von Bielefeld von 1214. Die Buergersprache ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst und wurde von ihr ins Neuhochdeutsche uebersetzt. Der geschichtliche Teil der Studie gibt einen allgemeinen Ueberblick ueber die Zeit der Stadtgruendungen im Mittelalter, um sodann auf die besonderen Gegebenheiten in Bielefeld einzugehen. Es werden die Merkmale einer Stadt herausgestellt wie deren Bewohner mit ihren Gemeinschaften, die Befestigungsanlagen, das Zentrum mit Kirche, Markt und Rathaus, die Kloester sowie die Aufgaben des Rates. Bielefeld wird als Doppelstadt mit Alt- und Neustadt beschrieben und der Bezug zu den noch heute vorhandenen Gebaeuden und Traditionen macht die Ausfuehrungen lebendig, auch fuer den an Bielefelder Geschichte interessierten Leser. Das Bielefelder Recht wird in Form des Stadtrechts und verschiedener Ordnungen vorgestellt, darunter auch die Buergersprache. Danach werden die verschiedenen Rechtsgebiete, die sowohl im Stadtrecht als auch in der Buergersprache vorkommen, mit heutigen Rechtsbegriffen wie Prozessrecht, Privatrecht, Strafrecht und Oeffentliches Recht zusammengefasst und miteinander verglichen. Weitere Ausfuehrungen beschaeftigen sich mit dem Gerichtswesen in der Grafschaft Ravensberg und der Stadt Bielefeld. Als Schwerpunkt werden die 46 Vorschriften der Buergersprache in ihrer Vielfalt ausfuehrlich anhand ihrer Inhalte analysiert. Diese Vielfaeltigkeit zeigt sich u.a. in der Regelung von Vertraegen, Vormundschaften, Diebstahl, Kuppelei, Brandbekaempfung, Abwasser, Viehhaltung, Jahrmaerkten, Hochzeiten und Steuern. Deren Bedeutung fuer Arbeit und Leben der Bewohnerschaft wird dabei besonders herausgestrichen. Abschliessend erfolgen Hinweise auf Vorkommnisse in der heutigen Stadt Bielefeld, die an die mittelalterliche Stadt erinnern wie das Capyttel, den Schnatgang und das Stadtwappen.