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Handbuch zur Geschichte Suedosteuropas. Band 2

Handbuch zur Geschichte Suedosteuropas. Band 2 : Herrschaft und Politik in Suedosteuropa von 1300 bis 1800. 南東欧史ハンドブック 第2巻:1300~1600年の南東欧における主権と政治

・ISBN 978-3-11-074394-4 Geb. EUR 189.95

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-11-074439-2

著者・編者Schmitt, Oliver Jens (Hrsg.),
出版社(de Gruyter Oldenbourg, GW)
出版年月2021.07
ページ数1000 S.
言語GER
ニュース番号<666-3716>

解説

Der vorliegende Band schliesst sich nahtlos an den in zwei Teilbaenden veroeffentlichten ersten Band des Handbuchs zur Geschichte Suedosteuropas an. In steter Bezugnahme auf europaeische, ostmediterrane und eurasische Zusammenhaenge stellt er die Ereignisgeschichte sowie die Strukturen von Macht und Herrschaft im Zeitraum vom spaeten Mittelalter bis an den Vorabend der Nationalstaatsbildung dar. Breiter Raum wird der Diskussion von Quellen und Sekundaerliteratur eingeraeumt, wobei bei letzterer Veroeffentlichungen in den Sprachen der Region besonderer Augenmerk gilt. Das Handbuch erschliesst damit auch die reiche regionale Forschung zum Darstellungszeitraum. Wie schon bei Band 1 bietet der Folgeband nicht nur den derzeitigen Forschungsstand. Vielmehr stellen einzelne Kapitel auch im internationalen Vergleich wissenschaftliche Erkenntnis zur Verfuegung, die in dieser Form nur selten in kompakter Zusammenfassung zu finden ist. Der Darstellungszeitraum ist gekennzeichnet durch eine imperiale Neuordnung des Balkanraumes durch das Osmanische Reich, waehrend der Nordteil des weiteren suedosteuropaeischen Raumes von den wechselvollen Schicksalen des ungarischen Koenigreiches gepraegt sind. Ab dem ausgehenden 17. Jahrhundert wird die Habsburgermonarchie zur vorherrschenden Macht im Norden des Darstellungsraumes, und zu Beginn des 18. Jahrhunderts wird erstmals auch der russische Machtanspruch in Suedosteuropa spuerbar. Der Band stellt umfangreiches Material zum Imperienvergleich bereit, nicht zuletzt auch durch die Einbeziehung Venedigs, das rund 800 Jahre lang das maritime Suedosteuropa praegte. Der Band fragt aber auch nach der Stellung Suedosteuropas innerhalb der Imperien und nimmt damit eine Perspektive ein, die jener der imperialen Zentren ergaenzt. Ausfuehrlich werden in diesem Zusammenhang die Donaufuerstentuemer dargestellt, in denen sich die machtpolitischen Einfluesse aus dem Osmanischen Reich, Ungarn und spaeter der Habsburgermonarchie sowie und in weiterer Folge aus dem Zarenreich ueberlappten. In der vorliegenden Gestalt bietet Band 2 gemeinsam mit Band 1 die bis heute umfangreichste Darstellung Suedosteuropas vor der Nationalstaatsbildung. Imperiale Praegung und regionaler Eigensinn kommen dadurch zu jener Geltung, die ihnen in der langen Dauer suedosteuropaeischer Geschichte gebuehrt.