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商品詳細
Die Klassifikation der Staatenwelt im langen 18. Jahrhundert.
・ISBN 978-3-11-073863-6 Geb. EUR 89.95
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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-11-073573-4
| 著者・編者 | Pecar, Andreas / Biskup, Thomas (Hrsg.), |
|---|---|
| シリーズ | Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung |
| 出版社 | (de Gruyter, GW) |
| 出版年月 | 2021.08 |
| ページ数 | 180 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <666-3476> |
解説
Wie wurden im 18. Jahrhundert Machtgewinn und -verlust in den Konjunkturen der europaeischen Fuerstengesellschaft beobachtet und gemessen? In der Diplomatiegeschichte gilt das Jahrhundert zwischen Spanischem Erbfolgekrieg und Wiener Kongress als eine Uebergangsepoche, in der fuer die hoefische Oeffentlichkeit zentrale aeltere Kategorien von Status und Rang, Groesse und Gloire abgeloest worden seien durch "moderne", rationale und statistisch messbare Kriterien, die Machtressourcen und militaerische Schlagkraft der Staaten zu taxieren erlaubten. Die Beitraege dieses Bandes stellen diese Sichtweise, die von einem Uebergang von vormodernen zu vermeintlich modernen Kriterien zur Beschreibung der Staatenwelt ausgeht, in Frage.In den Beitraegen des Bandes wird gezeigt, wie der aussenpolitische Erfolg europaeischer Monarchien und Republiken beobachtet und kategorisiert wurde, und welchem Wandel die hier angelegten Kriterien im Laufe des 18. Jahrhunderts in der Publizistik wie der politischen Praxis unterworfen waren. Die Herausbildung neuer publizistischer Genres zur Vermessung der Staatenwelt und neuer statistischer Methoden wird ebenso untersucht wie die Persistenz von Rangkonflikten bis ins 19. Jahrhundert. Es wird danach gefragt, welche Kriterien die Autoren der Aufklaerung in diese Debatte einfuehrten, und welche Folgen deren Perspektive hatte, wenn beispielsweise die Vorbildhaftigkeit Chinas fuer Europa oder die Legitimation der Teilungen Polens diskutiert wurde. Und es geht um die Frage, inwiefern die diplomatische Theorie und Praxis des 18. Jahrhunderts sich weiterhin an Praemissen orientierte, die seit dem Westfaelischen Frieden in Europa etabliert waren, oder ob sich die Wertmassstaebe und Handlungsmaximen der Diplomaten in dieser Zeit grundlegend wandelten. Mit Status und Rang des Herrschers, Alter der Dynastie, der Anziehungskraft des Hofes, dem Image einzelner Herrscher, der militaerischen Schlagkraft, der Bevoelkerungsgroesse und dem territorialen Umfang eines Landes existierte eine Vielzahl von Kriterien bis ins 19. Jahrhundert, die von unterschiedlichen Akteuren und Publizisten immer wieder neu gewichtet wurden.