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商品詳細
Die Divergenz von Magie und Religion : Von der Antike bis zur Neuzeit.
・ISBN 978-3-339-12300-8 Brosch. EUR 87.90
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★★★
| 著者・編者 | Thongsan, Caroline, |
|---|---|
| シリーズ | Studien zur Geschichtsforschung des Altertums |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2021.09 |
| ページ数 | 222 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <664-4334 664-542> |
解説
Thema des Buches ist die Scheidelinie zwischen Magie und Religion, die zu keiner Zeit klar gezogen war. Chronologisch schlaegt es einen breiten Bogen vom antiken Polytheismus ueber das europaeisch-christliche Mittelalter bis in die Fruehe Neuzeit. Das Buch kann schon wegen dieses komplexen, mehrschichtigen Ansatzes als im besten Sinne interdisziplinaer gelten: Es u?berschreitet Grenzen zwischen Altertumswissenschaft und Mediaevistik, zwischen Geschichts- und Religionswissenschaft, zwischen Philologie und Historischer Anthropologie. Divergenz von Magie und Religion ist nach chronologischen und sachsystematischen Kriterien disponiert. Innerhalb der Antike arbeitet sich das Buch logisch vom Allgemeinen zum Besonderen vor: beginnend mit grundsaetzlichen Ueberlegungen zum Verhaeltnis zwischen Religion und Magie, die zunaechst anhand des Corpus der griechischen Zauberpapyri (PGM) und dann durch eine gruendliche Analyse der Rechtstexte exemplifiziert werden. Daran schliessen sich je ein Kapitel ueber die Umbruchsphase von der Antike zum Mittelalter, zu mittelalterlichen Magiebegriffen und zur Situation in der Fru?hmoderne an. Bei ihrer Eroerterung des Verhaeltnisses zwischen Magie und Religion im klassischen Altertum fu?hrt die Autorin die Beschaeftigung mit Magie zunaechst bis in die neobabylonische Zeit und die Texte der Chaldaeer zuru?ck. Anschliessend eroertert sie die Rolle der μα?γοι im achaimenidischen Persien und wendet sich dann der griechischen und lateinischen Terminologie von Magie und Zauberei zu. Als kommunikative Technik, angesiedelt in einem ?Zwischenreich“ zwischen der Goetterwelt und der menschlichen Sphaere definiert, beschreibt das Buch die Magievorstellungen der griechisch-roemischen Antike sehr anschaulich. Ausserdem wendet es sich Begriffen und Praktiken von Religion sowie Goettlichkeit in der Antike zu. Es betont die grundsaetzliche Kompatibilitaet griechischer, roemischer und etruskischer Vorstellungen und bemerkt zutreffend, dass der moderne Religionsbegriff erst durch Abstraktion des Christentums entstanden ist. Die allgemeinen Ueberlegungen zum Verhaeltnis zwischen Magie und Religion erdet die Autorin durch eine quellenkritische Analyse des Corpus der griechischen Zauberpapyri (PGM) aus der spaeteren roemischen Zeit. Die erfreulich kleinschrittige, methodisch sauber angelegte Lesung dieses Corpus zusammen mit der semiotischen Analyse des papyrologischen Materials, die durch ein ?Kommunikationsmodell Magie“ grundiert wird, ist der unbestrittene analytische Kern der Arbeit.