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商品詳細
Moeglichkeiten und Probleme der Vernunft : Hans Albert gegen Karl-Otto Apel und gegen Hans Kueng.
・ISBN 978-3-339-12286-5 Brosch. EUR 88.90
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★★★
| 著者・編者 | Langer, Dietmar, |
|---|---|
| シリーズ | BOETHIANA - Forschungsergebnisse zur Philosophie |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2021.07 |
| ページ数 | 240 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <664-187> |
解説
Im Buch ist die Rede von der Vernunft und der Religion. Seine Entstehung reicht mehr als 45 Jahre zurueck. Anlass war Hans Alberts Beitrag aus dem Jahr 1975, worin er einen hermeneutischen Gott als Letztbegruendungsinstanz fuer Karl-Otto Apels Sprachspiele verantwortlich machte. Damit richtet sich der kritische Rationalismus gegen die Transzendentalpragmatik. Letztere geht von absolut sicherem Wissen aus, ersterer von der prinzipiellen Fehlbarkeit der Vernunft in allen Bereichen des Denkens, Glaubens, Wollens und Handelns. Mein Interesse an der Auseinandersetzung zwischen Hans Albert und Hans Kueng, die zwar auch in den 1970er Jahren begann, hat sich erst seit 2019 so richtig entfaltet, als ich das Heft 5 der Paedagogischen Rundschau organisierte mit dem Thema: Vernuenftige Selbstbestimmung und religioeser Glaube? Kueng war voellig ueberzeugt, den christlichen Glauben als die einzig verantwortbare Alternative im Bereich des religioesen Glaubens rational begruendet zu haben. Nur wenn man die Existenz der Dreieinigkeit voraussetze, koenne man die Wirklichkeit im Ganzen begruenden und so einen atheistischen Nihilismus ueberwinden. Apel und Kueng beanspruchten somit, ihre Auffassungen nicht nur als vernuenftig ausweisen, sondern sie quasi auch als Letztbegruendung ausgeben zu koennen, und zwar einmal der Vernunft im Sinne transzendentaler Bedingungen des sinnvollen Redens (Apel), zum anderen des biblischen Gottes in christlicher Auslegung (Kueng). Albert kann dem jedoch nicht zustimmen. Er hat mehrmals versucht, beide Kontrahenten in ein diskursives Streitgespraech zu verwickeln, was jedoch weder mit Apel noch mit Kueng zufriedenstellend gelungen ist. Von daher stehen nach Klaerung der Begriffe (Vernunft, Glaube etc.) diese kontroversen Auffassungen ausfuehrlich zur Debatte. Sie werden von einer aktuellen Bestandsaufnahme der Moeglichkeiten und Probleme der Vernunft eingerahmt. Das Buch ist Hans Albert zum 100. Geburtstag gewidmet, weil er mich fuer Begruendungsprobleme der Vernunft mit seinen Schriften sensibilisiert hat. Jedoch kann ich weder seinem Entschluss zum Atheismus noch jenem von Kueng zum Theismus zustimmen. Vielmehr wird fuer einen deistischen Agnostizismus plaediert. Und auch Apels Bestimmung der transzendentalen Bedingungen des sinnvollen Redens (Diskursprinzipien) ist auch aus meiner Sicht keine Letztbegruendung, denn der Diskurs ist bloss notwendige Bedingung jeder Vernunftauslegung, aber keine hinreichende. Wir kommen am Diskurs nicht vorbei, jedoch keineswegs immer zum Ziel.