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Regressansprueche verbandsrechtlich sanktionierter Fussballklubs gegenueber Pyrotechnik zuendenden Stadionbesuchern.

Regressansprueche verbandsrechtlich sanktionierter Fussballklubs gegenueber Pyrotechnik zuendenden Stadionbesuchern.

・ISBN 978-3-339-12382-4 Brosch. EUR 74.80

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著者・編者Beth, Michelle,
シリーズSportrecht in Forschung und Praxis
出版社(Kovac, GW)
出版年月2021.08
ページ数128 S.
言語GER
ニュース番号<664-1458>

解説

Es knallt und raucht in Deutschlands Fussballstadien - ob als Reaktion auf das Spielgeschehen, einen Torjubel begleitend oder in eine Choreographie eingebunden: Sofern die Fans nicht gerade aus Pandemiegruenden ausgeschlossen sind, scheinen ?Pyroshows“ auf den Tribuenen nahezu allgegenwaertig. Da der Pyrotechnik nicht nur eine enorme atmosphaerische Wirkung, sondern auch ein hohes Gefahrenpotential zugeschrieben wird, reagiert der Deutsche Fussball-Bund (DFB) auf entsprechende Vorfaelle mit verbandsrechtlichen Sanktionen. Gegen einen Verein, dessen Anhaenger durch das Abbrennen pyrotechnischen Materials auffaellig werden, spricht das DFB-Sportgericht zumeist eine Geldstrafe aus. Gleichzeitig formuliert der Verband in seinem Regelwerk den Leitgedanken der ?taeterorientierten Sanktionierung“, fordert die Vereine also ausdruecklich dazu auf, die verantwortlichen Stadionbesucher in Regress zu nehmen. Dabei verweist der DFB auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahre 2016: Basierend auf der vertraglichen Anspruchsgrundlage des Paragr. 280 I BGB seien die eigentlichen ?Pyrotaeter“ gegenueber einem sanktionierten Verein schadensersatzpflichtig ? eine Entscheidung, die die Position des DFB staerkt, gleichermassen aber auch auf die Veraergerung zahlreicher Fangruppierungen trifft. Handelt es sich dabei lediglich um eine subkulturelle Trotzreaktion der Fans oder sollte man dem Regressmodell auch aus juristischer Sicht mit Zurueckhaltung begegnen? Um dieser Frage nachzugehen, wird der Leser zunaechst mit einem verbands- und zivilrechtlichen Grundlagenwissen ausgestattet. Sodann stellt die Autorin einen realen Beispielsfall vor, der die anschliessende juristische Untersuchung stetig begleiten wird. Diese widmet sich schwerpunktmaessig der Schadensentstehung: So muss eine eingehende Diskussion darueber gefuehrt werden, ob die derzeit geltenden Verbandsnormen, welche den DFB zur Verhaengung einer Geldstrafe ermaechtigen, mit dem deutschen Recht vereinbar sind. Zivil- und verfassungsrechtliche Grundsaetze geraten dabei in ein Spannungsverhaeltnis zu dem generalpraeventiv motivierten Vorgehen des DFB. Die Ausarbeitung untersucht diese rechtlichen Konfliktfelder und ordnet die gewonnenen Erkenntnisse - kritisch - in den Kontext der Regressfrage ein. Insbesondere durch den fortlaufenden Praxisbezug spricht diese Lektuere nicht nur das rechtswissenschaftliche Fachpublikum an, sondern richtet sich gleichermassen an einen breiten, interessierten Leserkreis.