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Notgemeinschaften der Wissenschaft

Notgemeinschaften der Wissenschaft : Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in drei politischen Systemen, 1920 bis 1973. 3つの政治システムにおける ドイツ研究振興協会 1920~73年

・ISBN 978-3-515-12857-5 Brosch. EUR 68.00

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著者・編者Wagner, Patrick,
シリーズStudien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft
出版社(F. Steiner, GW)
出版年月2021.04
ページ数528 S.
言語GER
ニュース番号<662-2593 662-P7382>

解説

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wurde 1920 als "Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft" gegründet. Schnell entwickelte sie sich zur wichtigsten Förderinstanz für die Forschung an Hochschulen ? und ist dies bis heute. Patrick Wagner untersucht die Geschichte dieser Organisation von der Gründung bis in die 1970er Jahre: Er beschreibt die Entwicklung ihrer Förderpolitik, deren langfristige Orientierung am Ideal des umfassend gebildeten Grundlagenforschers, das Ringen mit dem geldgebenden Staat um Autonomie bzw. Fremdsteuerung, die "Selbstmobilisierung" der DFG-Klientel für die Kriegsziele des NS-Regimes und schließlich die Suche nach neuen Leitideen ab Ende der 1940er Jahre. So wird erkennbar, dass die Notgemeinschaft/DFG sich als Vergemeinschaftung einer Leistungs- und Wertelite innerhalb der deutschen Wissenschaft verstand. Ihre Gutachter entschieden nicht einfach Projektanträge, sondern vor allem über die Zugehörigkeit der Antragsteller zu dieser Elite und damit über ihren Status innerhalb der Ordinarienuniversität. Wie diese reformierte sich auch die DFG während der 1960er und 1970er Jahre in einem längeren Prozess, der von der Öffnung in Richtung USA, einem Generationswechsel und der Umverteilung von Einfluss zwischen den Disziplinen vorangetrieben wurde.