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商品詳細
Die Beruecksichtigung der Strafzwecke bei der Strafzumessung unter Aufloesung ihrer Antinomien am Beispiel des Haustyrannenfalls.
・ISBN 978-3-339-12008-3 Brosch. EUR 99.80
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★★★
| 著者・編者 | Winghofer, Isabel, |
|---|---|
| シリーズ | Strafrecht in Forschung und Praxis |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2021.01 |
| ページ数 | 408 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <662-L1702 662-P2832> |
解説
In den sogenannten ?Haustyrannenfaellen“ toeten Frauen ihre Maenner als finalen Schlussakt eines ueber lange Zeit andauernden Martyriums von Gewalt, Demuetigung, Angst und Verzweiflung. Die Toetung des Mannes erscheint ihnen als einzige Moeglichkeit, die Gefahren fuer sich und ihre Kinder endgueltig und sicher abzuwehren. Aufgrund ihrer koerperlichen Unterlegenheit, toeten misshandelte Frauen ihre Peiniger fast nie in direkter Konfrontation, sondern in der Regel im Schlaf, sodass ein heimtueckischer Mord im Raum steht. Fuer diesen schreibt Paragr. 211 Abs. 1 StGB die absolute Strafdrohung der lebenslangen Freiheitsstrafe vor. Zugleich scheiden Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgruende de lege lata nach allgemeiner Definition aus. Doch ist eine solche Strafe ?gerecht“? Steht sie im Einklang mit den geltenden Strafzwecken bzw. koennen sich diese in ihr ueberhaupt auswirken? Die Autorin untersucht die sich innerhalb des Strafzumessungsvorgangs ? speziell bei einer Haustyrannentoetung ? stellenden Antinomien der verschiedenen Strafzwecke und deren Loesungen. Zu diesem Zweck stellt die Verfasserin zunaechst anhand ausgewaehlter abgeurteilter Faelle den Lebenssachverhalt typischer Haustyrannentoetungen dar und nimmt auch Bezug auf das Persoenlichkeitsbild der Taeterinnen. Des Weiteren stellt sie die Grundsaetze von Strafe, Schuld sowie der einzelnen Strafzwecke dar. Auf diesen Grundlagen aufbauend, beleuchtet die Untersuchung die verschiedenen Strafzwecktheorien, insbesondere die sich im Rahmen der ueberwiegend vertretenen Vereinigungstheorie stellende Antinomie der Zwecke von Spezial- und Generalpraevention, die gerade bei einer Haustyrannentoetung in einem scheinbar unloesbaren Widerspruch zueinanderstehen. Darueber hinaus wird auch die Antinomie zwischen den zu verfolgenden praeventiven Zwecken und dem Mass der Schuld untersucht, d.h. ob das Schuldmass aus praeventiven Gruenden ueber- bzw. unterschritten werden darf, um zu einer (zweck-)gerechten Strafe zu gelangen. Die hierbei gefundenen Ergebnisse werden abschliessend in Form modifiziert ausgestalteter Strafzumessungsvorschriften de lege ferenda formuliert.