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商品詳細
Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Automatisierung der Justiz. 司法の自動化への憲法上の要求
・ISBN 978-3-339-12234-6 Brosch. EUR 98.80
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★★★
| 著者・編者 | Wahedi, Franziska, |
|---|---|
| シリーズ | Verfassungsrecht in Forschung und Praxis |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2021.03 |
| ページ数 | 310 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <662-946 662-P2584> |
解説
Der Einsatz von Legal Technology ist bei der Arbeit von Anwaelten laengst etabliert. Bei Gerichten hingegen ist die Huerde fuer die Verwendung von neuen Technologien deutlich hoeher. Unser Grundgesetz stellt unter anderem Anforderungen an die Rechtsstaatlichkeit, die Gewaltenteilung, die Effektivitaet des Rechtsschutzes, die richterliche Unabhaengigkeit und den gesetzlichen Richter. Trotz der hohen Huerden birgt der Einsatz von Automatisierungstechnologie fuer das Gerichtswesen viele Vorteile. Zu einer funktionsfaehigen Justiz gehoeren nicht nur gerechte Urteile, sondern auch Gerichte, die effektiv arbeiten und zeitnah Entscheidungen treffen. Die Herausforderung besteht darin, den Einsatz neuer technischer Methoden mit den jahrzehntealten, nach wie vor aktuellen Verfassungsgrundsaetzen ein Einklang zu bringen. Waehrend Estland den ersten Roboterrichter einsetzt, findet man in Deutschland noch immer Richter, die ihre Protokolle mit einem Kassettenrecorder aufnehmen, damit die Aufnahmen dann anschliessend haendisch von Geschaeftsstellenmitarbeitern abgetippt werden. Das hat in der Vergangenheit den Stand der Technik widergespiegelt, heute hingegen eroeffnen gaenzlich neue technische Entwicklungen neue Moeglichkeiten. Diese Moeglichkeiten koennen nicht nur die Effektivitaet der Arbeitsweise in Gerichten steigern und dafuer sorgen, dass der stetig wachsenden Zahl an Gesetzen und Praezedenzfaellen Rechnung getragen werden kann, sondern koennen auch die Justiz als Arbeitgeberin attraktiver werden lassen. Zentrales Thema dieses Buches ist die Frage, welche der Arbeiten, die momentan von Menschen erledigt werden, auch in Zukunft durch Menschenhand erfolgen muessen. Auch in den Bereichen, in denen eine vollstaendige Delegation an die Technik nicht moeglich ist, muss gefragt werden, ob zumindest eine technische Unterstuetzung in Frage kommt. Kann etwa der Ausgang eines Gerichtsprozesses algorithmisch prognostiziert werden? Und falls ja, in welcher Weise darf diese Prognose verwendet werden? Es sind aber auch Fragen abseits der Urteilsfindung eine Eroerterung wert, etwa ob die klassische Grundbuchfuehrung durch eine Blockchain ersetzt werden kann.