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Weichenstellungen - Die Krisenzeiten um die Jahrhundertwenden der Moderne.

Weichenstellungen - Die Krisenzeiten um die Jahrhundertwenden der Moderne.

・ISBN 978-3-339-10904-0 Brosch. EUR 139.80

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著者・編者Kaben, Gisela,
シリーズStudien zur Geschichtsforschung der Neuzeit
出版社(Kovac, GW)
出版年月2020
ページ数546 S.
言語GER
ニュース番号<656-L2472 656-P5421>

解説

Krisen bestimmen das Weltgeschehen, wenigstens koennte man das glauben, wenn man sich mit Medien befasst oder in der Oeffentlichkeit umhoert. Angesichts der grossen Menschheitskrisen fragt man sich, was der kleine, alte Kontinent Europa noch an bedeutenden Krisen hervorbringen konnte und kann. Was die letzten zweihundert Jahre betrifft, waren europaeische Krisen wichtig genug, um von der Welt sie zur Kenntnis genommen zu werden. Gerade um die Jahrhundertwenden, also dem Zeitraum um 1800, 1900 und 2000, lebten die Menschen im staendigen Krisenrhythmus. Wenn es nicht Kriege waren, dann Revolutionen oder beides zusammen, die alles umwarfen, was man eben noch als gesicherte Zukunft angesehen hatte. Und auch die friedlichen Umbrueche blieben manchmal nicht ganz so friedlich, wie es anfangs schien. Selbst wo es ohne Gewalt abging, wurde oft die Lebensplanung des Einzelnen zerstoert, und in der Folge dann deren Selbstbewusstsein. Das war keineswegs zwangslaeufig. Krisen hatten schoepferisches Potential, sie brachten die Chance zur Umorientierung. Krisen waren immer gut fuer etwas Neues, nachdem das Alte oft nicht mehr zu retten war. Krisen brachten das Gute wie das Schlechte im Menschen hervor. In diesem Buch sollen diese Aspekte periodisiert geschildert werden, nicht in Form einer Aufzaehlung, es werden Zusammenhaenge und Folgewirkungen gesucht. Es wird nach Weichenstellungen Ausschau gehalten. Gerade weil Europa nicht gross ist, konnten oft auf kleinem Raum unterschiedlichste Entwicklungen beginnen, oder man orientierte sich am Nachbarn. Grenzen wurden teilweise zu harten Abgrenzungen, teilweise zu Bruecken zwischen benachbarten Regionen. Europa, seine Laender und Menschen haben in der Tat immer wieder Fehler gemacht, aber sie haben hin und wieder auch aus diesen Fehlern gelernt. Sie sind aber auch in der Lage, das Gelernte wieder zu verlernen. Was sich entwickelt hat, das sind die Menschen. Um 1800 begannen sie gerade, sich nicht mehr als passive Objekte einer Obrigkeit zu fuehlen. Sie wurden selbstaendiger, begannen sich zu organisieren, neue Formen auszuprobieren. Nicht alles brachte die Menschheit voran, einiges fuehrte sie auf verhaengnisvolle Wege, Grund fuer die Entstehung einer neuen Krise, damit einer neuen Gefaehrdung oder einer Wette auf die Zukunft. Die liegt dann nach dem November 2019, hier endet das Buch.